SPD setzt Schwerpunkt bei Seniorenarbeit

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 Der SPD-Ortsverein Leutkirch sitzt sich der Seniorenarbeit verpflichtet.
Der SPD-Ortsverein Leutkirch sitzt sich der Seniorenarbeit verpflichtet. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Bei der Hauptwahlveranstaltung der SPD Leutkirch am Mittwoch, 15. Mai, im Gasthaus Rad haben sich die Kandidaten für die anstehenden Wahlen vorgestellt. Wie der Ortsverein weiter mitteilt, wurde ebenfalls lebhaft diskutiert über Themen wie Tempo 30 oder die Seniorenarbeit. Letztere solle denn auch ein Schwerpunkt der Gemeineratsarbeit sein.

„Ich möchte ein Bindeglied zwischen Jugend- und dem Erwachsenengemeinderat sein, wenn ich gewählt werde“, sagte der 19-jährige Leander Möller bei seiner Vorstellung, warum er für den Gemeinderat kandidiere. Nach der Vorstellung der Kanidaten, blicke Gemeinderat Götz Neugebauer kurz die vergangenen fünf Jahre zurück: Center Parcs, die Weiterentwicklung der Tagesbetreuung für Kinder, das Verkehrsaufkommen in Leutkirch, die Erschließung neuer Wohn- und Baugebiete: über jedes Thema allein, könne man einen ganzen Abend lang referieren, sagte er laut Mitteilung. Anschließend forderte er einen Kindergarten, der unter der Woche von sieben bis neunzehn Uhr geöffnet habe, damit vor allem Alleinerziehende berufstätig sein könnten, sofern sie dies wollten.

Die Senioren müssten deutlich mehr in den Fokus der Öffentlichkeit, der Stadtverwaltung und des Gemeinderats, sagte Jochen Narr, der damit laut Mitteilung einen Schwerpunkt sozialdemokratischer Gemeinderatstätigkeit setzte. Lange Wartelisten bei stationären und Tagesbetreuungsplätzen, beim Betreuten Wohnen und gar ein Annahmestop für pflegerisch aufwendige Patienten bei einem ambulanten Dienst – es werde dringend Zeit, dass der Arbeitskreis des Gemeinderats Kinder, Jugend und Familie sich nun ernsthaft diesem Thema widme. Seniorenarbeit sei eine Querschnittsaufgabe, die viele Bereiche treffe, so Narr. Egal ob bei der Verkehrspolitik, ältere Menschen hätten eine längere Reaktionszeit beim Autofahren, ob bei der Attraktivierung der Innenstadt – Stichwort Pflastersteine – oder beim Bauen altersgerechter Wohnungen. „Wenn wir in Leutkirch einen neuen Kindergarten bauen müssen, warum bauen wir nicht gleich Wohnungen für diesen Personenkreis in städtischer Trägerschaft oben drauf?“, fragte Narr und sprach von Synergieeffekten: „Kindern wird vorgelesen, ein Rentner mäht den Rasen, Frauen helfen beim Kochen. Jung und alt profitieren voneinander.“

Die Diskussion über Tempo 30 war lebhaft, wobei sich die Mehrheit eher für eine Beibehaltung aussprach, heißt es. Sowohl ADAC als auch VCD würden dieses Tempo auf Straßenzügen befürworten, wo man häufig abbremsen und beschleunigen muss. Und alle dies Indikationen seien auf den jetzigen Tempo-30-Abschnitten gegeben, heißt es in der SPD-Mitteilung.

Später fragte ein Zuhörer, warum die Marktstraße Süd noch nicht eine Fußgängerzone sei, wo doch alle Fraktionen bereits vor fünf Jahren dies zum Thema gemacht und sich die Mehrzahl dafür ausgesprochen hätte. Sein Appell: Diejenigen, die dafür seien, mögen sich bitte zusammensetzen und die Fußgängerzone schnell realisieren.

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