Sechsstelligen Betrag ergaunert

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 Die Polizei im Landkreis Ravensburg warnt davor, dass sich seit Jahresbeginn wieder verstärkt Telefonbetrüger als „flasche Poli
Die Polizei im Landkreis Ravensburg warnt davor, dass sich seit Jahresbeginn wieder verstärkt Telefonbetrüger als „flasche Polizisten“ ausgeben. (Foto: Symbol: dpa)
Schwäbische Zeitung

Seit Jahresbeginn sind wieder verstärkt Betrüger als „falsche Polizeibeamte“ aktiv, auch im Landkreis Ravensburg. Darauf weist die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit beim neuen Polizeipräsidium in Ravensburg. Auffallend sei, dass aktuell gezielt Personen mit akademischen Titeln kontaktiert werden. Ziel der Betrüger bleibe, an Erspartes oder Wertgegenstände ihrer Opfer zu gelangen, wobei dabei die Methoden immer variantenreicher werden.

In den überwiegenden Fällen werde auf Einbrüche in der Nachbarschaft der Angerufenen hingewiesen und vor einer Gefahrenlage gewarnt. Auch bringen die Gauner ins Spiel, dass die Polizei korrupten Mitarbeitern der jeweiligen Hausbank auf der Spur sei, die illegale Geldgeschäfte betreiben. Den Opfern wird vorgegaukelt, dass sie durch Abheben eines größeren Geldbetrages maßgeblich zur Überführung der Tatverdächtigen beitragen könnten.

In den zurückliegenden Tagen konnten die Gauner laut Polizei drei Personen zur Übergabe von Bargeld und Gegenständen im Wert eines sechsstelligen Betrages bewegen, wobei jeder Einzelfall dramatisch sei: Die Betrogenen schämten sich, weil sie auf die Betrüber hereingefallen sind und überlegten sogar, ob sie überhaupt Anzeige erstatten. Die Taten seien deswegen so infam, weil ältere Menschen um ihr lange angespartes Vermögen gebracht werden und das Vertrauen in die Polizei skrupellos ausgenutzt wird.

Bei den aktuellen Fällen berichteten die Angerufenen von teilweise mehrstündigen Telefonaten. Diese seien laut Polizei so aufgebaut, dass die Opfer am Ende nicht mehr unterscheiden können, ob sie es mit echten Polizisten zu tun haben oder nicht: Um misstrauischen Opfern Gewissheit vorzugaukeln, würden diese aufgefordert, umgehend die 110 zu wählen. Allerdings kommen die schnellen Rückrufe nicht bei der Polizei an, sondern erneut bei den Tätern. Fest steht laut der Polizei in Ravensburg, dass die Betrüger online über ihre Opfer recherchieren und dabei erlangte Informationen gezielt einsetzen.

Zur Verhinderung weiterer derartiger Straftaten wiederholt die Polizei erneut wichtige Informationen und eindringliche Ratschläge:

Die Täter nutzen eine spezielle Technik, die bei einem Anruf auf der Telefonanzeige die Polizei-Notrufnummer 110 oder eine andere örtliche Telefonnummer erscheinen lässt. Deshalb ist wichtig: Die Polizei ruft niemals unter der Notrufnummer 110 an!

Sie wird Menschen auch in keinem Fall telefonisch auffordern, Bargeld oder Wertgegenstände bereitzustellen bzw. Geld bei der Bank abzuheben, das später abgeholt werde.

Hab und Gut sollte unter keinen Umständen an Menschen übergeben werden, die Angerufene nicht kennen.

Banken verwahren Geld und Wertsachen grundsätzlich sicher.

Auch über Angerufene könnte etwas im Internet zu finden sein. Wenn ja, weiß das der Betrüger, denn er hat recherchiert, betont die Polizei.

Bei verdächtigen Telefonaten, die Misstrauen erwecken, soll umgehend der Hörer aufgelegt und Anzeige bei der Polizei erstatten werden.

Wenn ein Anrufer Misstrauen mit einem sofortigen Rückruf der Notrufnummer „110“ zu zerstreuen versucht, sollen Angerufene nicht darauf eingehen, weil sie wieder bei den Betrügern landen. Die Polizei appelliert dringend daran, zunächst aufzulegen und erst dann wieder zu telefonieren, wenn die Verbindung unterbrochen ist. Dabei sollen Betroffene unbedingt darauf achten, dass das übliche Freizeichen ertönt. Erst dann sollte der Notruf „110“ gewählt und Anzeige erstattet werden. Alternativ können sich Angerufene jederzeit direkt an die örtliche Polizeidienststelle wenden unter deren Rufnummer.

Wer Fragen hat, dem steht die Polizei jederzeit gerne Rede und Antwort – bei einem Anruf, aber auch bei einem persönlichen Beratungsgespräch.

Neben den Präventionsbeamten bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen, die zu diesen Betrugsmaschen regelmäßig referieren, können sich Interessierte auch im Internet informieren unter: https://urldefense.proofpoint.com/v2/url?u=http-3A__www.polizei-2Dbw.de_praevention&d=DwIDAw&c=G-tZEb_qsWCglgDk-OlA1-XGePjBZWkpTOnK4fJItIs&r=hOWzRKAkAbnzpOoXLfJAV1zamjtKcQ2c_TV8BgoP3y0&m=TjU-SjyZTTD4zQvBWsdj39ukg8-yduYZcLOay6J10XM&s=we-k3bavaxGKbYYvVTIAgai4A9SGvUEgrmyFW0PYkF4&e=

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