Sechs-Punkte-Spiel in Waltershofen

Lesedauer: 4 Min
 Waltershofen spielt in der Kreisliga B VI gegen den TSV Stiefenhofen.
Waltershofen spielt in der Kreisliga B VI gegen den TSV Stiefenhofen. (Foto: dpa)
Oliver Weishaupt

Am 22. Spieltag der Fußball-Kreisliga B VI empfängt der Tabellenzweite SV Waltershofen am Sonntag (15 Uhr) den Spitzenreiter TSV Stiefenhofen. Mit einem Sieg würden die Waltershofener den Rückstand auf zwei Punkte verkürzen und könnten Meisterschaft und Aufstieg weiterhin aus eigener Kraft schaffen.

Da am vergangenen Sonntag sowohl die Begegnung des SV Waltershofen in Immenried als auch das Heimspiel des TSV Stiefenhofen gegen Arnach aufgrund des kurzzeitigen Wintereinbruchs abgesagt werden musste und der FC Wuchzenhofen ohnehin spielfrei war, ist an der Tabellenspitze alles beim Alten geblieben. Bei fünf Punkten Rückstand hat der SVW ein Spiel weniger absolviert als der Konkurrent aus dem bayerischen Landkreis Lindau, der erst am letzten Spieltag regulär aussetzen muss.

Bei aller Vorfreude ist sich SVW-Trainer Bastian Plocher über den vorentscheidenden Charakter des Spitzenspiels in Sachen Meisterschaft im Klaren: „Wenn Stiefenhofen gewinnt, haben wir es nicht mehr in der eigenen Hand. Das wollen wir mit aller Macht verhindern. Wir sind gerüstet, sind heiß und haben ein Heimspiel. Wir werden alles reinhauen, um das Spiel positiv zu gestalten.“ Bei einem Unentschieden wäre der Titel für die Waltershofener nur dann auch ohne Patzer des Konkurrenten noch möglich, wenn die Berufung gegen den vom WFV-Bezirkssportgericht mit 0:3 gewerteten 3:1-Heimsieg gegen den SV Arnach – wider Erwarten – erfolgreich wäre. Inzwischen wurde Plocher zufolge die Spielwertung bis zur endgültigen Entscheidung des WFV-Verbandsgerichts in Stuttgart aufgehoben.

Der TSV Stiefenhofen hat mit dem SV Waltershofen am Sonntag und dem SV Amtzell eine Woche darauf zwei starke Gegner vor der Brust. Das seit Saisonbeginn von Hubert Schädler trainierte Team kann diesen Aufgaben jedoch selbstbewusst entgegenblicken: Letztmals ging der TSV Mitte Oktober bei der 2:3-Hinspielniederlage, die SVW-Topstürmer Maximilian Krug (14 Tore) mit seinem zweiten Treffer kurz vor dem Abpfiff besiegelte, als Verlierer vom Platz. Seitdem blieb der Kreisliga-A-III-Absteiger in zehn Partien ungeschlagen, hat alle sechs Spiele nach der Winterpause gewonnen und den einstigen Acht-Punkte-Rückstand auf Waltershofen im Rekordtempo wettgemacht.

Dabei sollte die Rückkehr in die A-Klasse nach Aussage von TSV-Abteilungsleiter Thomas Klauda erst in der kommenden Saison in Angriff genommen werden. „Vom Aufstieg war nie die Rede, wenn wir es packen, wäre das ein Riesenerfolg.“ Profitiert habe das Team von der Stärke der zweiten Mannschaft sowie davon, dass die aus der A-Jugend aufgerückten Spieler „voll eingeschlagen“ hätten. Bernhard Prinz, Doppeltorschütze im Hinspiel und mit elf Treffern zweitbester TSV-Torjäger, fällt Klauda zufolge am Sonntag aus, der angeschlagene Andreas Hehle (12 Saisontore) könne aber wohl spielen.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen