Schule mal ganz anders

 Teilnehmerinnen beim Kurs „Vom Faden zum Gewebe: Durch Häkeln und Stricken zum nachhaltigen Produkt“.
Teilnehmerinnen beim Kurs „Vom Faden zum Gewebe: Durch Häkeln und Stricken zum nachhaltigen Produkt“. (Foto: HMG)
Externer Leser-Inhalt

Die hier veröffentlichten Artikel wurden von Vereinen und Veranstaltern, Kirchengemeinden und Initiativen, Schulen und Kindergärten verfasst. Die Artikel wurden von unserer Redaktion geprüft und freigegeben. Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt schwäbische.de keine Gewähr.

Die Klassenzimmer waren zwar geöffnet, auch Schüler und Lehrer waren anwesend, und doch sahen die Schulstunden an diesem Montagmorgen ganz anders aus als sonst: Beim diesjährigen UNESCO-Projekttag am HMG wurde gemalt, genäht, gestrickt, gehäkelt, tiefenentspannt, türkisch gebacken, über Vorurteile und Diversität diskutiert, über die Bedeutung des Wassers nachgedacht oder gelernt, woher der Honig kommt.

Ein kurzer Rückblick: Seit 2017 ist das HMG offiziell als UNESCO-Projektschule anerkannt, als eine von 30 Schulen in Baden-Württemberg, als eine von 300 in Deutschland. Ziel dieser Initiative ist es, den jungen Menschen über den Unterricht hinaus zentrale Werte zu vermitteln, zum Beispiel die Erziehung zu Demokratie, Frieden und Nachhaltigkeit in einer globalen Welt.

Projektleiterin und Lehrerin Sandra Gehrke hat sich für ein breites Angebot stark gemacht und dazu auch professionelle Unterstützung durch Fachkräfte von außen an die Schule geholt. Zum Beispiel Professor Klemens Ehret mit dem Thema „Aufmerksamkeit für meine Bewerbung: Schreiben, Gestalten, Fotografieren“ oder Dr. Lorenz Narku Laing mit dem Seminar „Was ist Rassismus und was können wir dagegen tun?“

„Mit Hilfe der Workshops wollen wir die Schüler:innen unterstützen, ihren Blick auf die Welt zu verändern, zu überdenken und Fähigkeiten an die Hand zu geben, die Welt von morgen aktiv mitzugestalten.“, erklärt Gehrke und betont, dass von den insgesamt 16 Workshops sieben von der Kinder-und Jugendstiftung, der Elobau-Stiftung sowie der Initiative „Demokratie leben!“ finanziert worden seien.

In den Wochen vorher konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 11 für Kurse, die sie interessieren, eintragen. Dabei kamen nicht alle mit ihrem Hauptwunsch zum Zug. Bei 115 Anmeldungen zum Kurs „Türkisch backen“ auf zwölf Plätze war das kein Wunder. Weitere Favoriten waren der Yoga-Kurs im Cubus mit Frau Breithecker und der Kurs „Imkern für Anfänger*innen“, den Biologielehrer Ole Beinker angeboten hat. Aber wer weiß, vielleicht erwies sich gerade eine geänderte Kurswahl als Glücksfall, weil man dadurch eine Sache für sich entdeckte, die man bis dahin gar nie so beachtet hatte.

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Persönliche Vorschläge für Sie