Schule geht Bildungspartnerschaften ein

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Fröhliche Gesichter: Schulleiter Jan-Henning Gesierich-Kowalski (von links), Daniela Heiß, Leutkircher Bank, Rosemarie Miller-We
Fröhliche Gesichter: Schulleiter Jan-Henning Gesierich-Kowalski (von links), Daniela Heiß, Leutkircher Bank, Rosemarie Miller-Weber, Vorstandsvorsitzende der Leutkircher Bank, Reinhold Stehmer, Werkstattmeister bei der Firma Kfz-Rölle, Sabrina Rölle, (Foto: Gisela Sgier)
Redaktionssekretariat

Bildungspartnerschaften haben die Verantwortlichen der Gemeinschaftsschule sowohl mit der Leutkircher Bank als auch mit der Firma Kfz-Rölle unterzeichnet. Dadurch bekommen Schüler die Möglichkeit, Einblicke ins Berufsleben zu erhalten.

Firmen haben mit der Partnerschaft den Vorteil, Auszubildende zu gewinnen, die schon einmal ins Unternehmen hineingeschnuppert haben. Eine sogenannte „Win-Win-Position“, von der beide profitieren. Schulleiter Jan-Henning Gesierich-Kowalski begrüßte zunächst die Gäste, bevor er den anwesenden Schülern der Klassenstufe acht den Hintergrund einer derartigen Kooperation erklärte: „Die Berufsentscheidung hat bei uns an der Schule einen großen Stellenwert – egal was ihr macht, am Ende steht immer der Beruf“, unterstrich der Rektor.

Talent wird vorausgesetzt

Anschließend stellte Rosemarie Miller-Weber, Vorstandsvorsitzende der Leutkircher Bank, das Unternehmen vor und forderte die Jugendlichen auf, eine Ausbildung zu machen. „Legen Sie während der Schulzeit ihr Fundament. Machen Sie etwas daraus. Ihre Eltern und Lehrer stehen Ihnen bei“.

Sie erklärte: „Ich selber bin vom Lehrling an die Spitze gekommen und das nicht, um nach unten zu schauen, sondern nach vorne.“ Eine Arbeit, die jeder einzeln machen würde, sei keine Arbeit.

Die Leutkircher Bank erwarte von den Schülern jedenfalls in Mathe, Deutsch und Allgemeinbildung eine Mindestnote von einer Zwei sowie ein gewisses Talent. „Wenn Ihr hier kein Talent habt, könnt Ihr den Beruf nicht machen“. Für Jugendliche mit guten Noten und Talent werde die Bank jedenfalls stets ihre Türen für eine Ausbildung öffnen.

Reinhold Stehmer, Werkstattmeister bei Kfz-Rölle, erklärte: „Wir freuen uns riesig, Euch eine Chance geben zu können.“ Dafür müsse jedoch etwas getan werden: „Wer schnelle, dicke Autos fahren möchte, muss sich auch anstrengen“. Außerdem sei die Zeit der Ausbildung absehbar.

Um bei der Firma Rölle eine Lehre im Kfz-Bereich zu machen, gehöre in erster Linie Talent für die Technik dazu. „Ihr solltet Mechanik mitbringen und Schrauben mögen“, sagte Stehmer. Sabrina Rölle, kaufmännische Angestellte und zuständig für die Auszubildenden im Betrieb, wünscht sich auch für diesen Bereich ein technisches Verständnis.

Neben den zwei neu dazugekommenen Bildungspartnerschaften bestehen an der Gemeinschaftsschule am Adenauerplatz bereits seit längerer Zeit Kooperationen mit folgenden Firmen: Bäckerei Wandinger, Elobau, Novoplast, Vincenz von Paul sowie Christ und Wagenseil.

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