Schnäppchenjäger stürmen Wühltische

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 Beim Leutkircher Kinderkleiderbasar herrscht am Samstag in der Festhalle großer Andrang.
Beim Leutkircher Kinderkleiderbasar herrscht am Samstag in der Festhalle großer Andrang. (Foto: Gisela Sgier)
Redaktionssekretariat

Zum Einkaufsparadies für Schnäppchenjäger wurde am Samstag die Festhalle, als dort beim beliebten Leutkircher Kinderkleiderbasar mehr als 18 000 Teile zum Verkauf angeboten wurden. Mehr als 40 Prozent haben dabei ihren Besitzer gewechselt. Der Erlös aus der Veranstaltung kommt einem guten Zweck in der Region zugute.

Für viele Menschen ist der Leutkircher Kinderkleiderbasar fester Bestandteil im Jahreskalender, was für das 35-Köpfige Basar-Team immer wieder zwei anstrengende und arbeitsintensive Tage bedeutet. So hatten diese nicht nur mit dem Verkauf und der Abrechnung am Samstag, sondern auch bereits am Freitag mit der Warenannahme alle Hände voll zu tun.

Insgesamt haben zwischen 40 und 45 Prozent der mehr als 18 000 Teile ihren Besitzer gewechselt. Dementsprechend verwandelten sich die zunächst gut sortieren Warenstädnde relativ schnell nach Öffnung des Basars in wilde Wühltische. Da wurde nicht nur gestöbert, was das Zeug hielt, sondern auch dem Gegenüber unter Umständen das begehrte Stück abspenstig gemacht und schnell in großen Taschen davongetragen.

„Wir haben wie gehabt wieder 400 Kundennummern ausgegeben. Die sind alle relativ schnell weg gewesen", berichtete Brigitte Göser vom Basar-Team. Wer eine Kundennummer besaß, konnte bis zu 50 Teile anliefern. Ein Angebot, das nahezu ausgenutzt wurde. „Die meisten Listen sind voll gewesen", so die Mitorganisatorin.

Etwa zehn Prozent vom Verkaufserlös kommen einem guten Zweck in der Region zugute. Für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen im Foyer der Festhalle sorgte der Schulförderverein der Gemeinschaftsschule am Adenauerplatz.

Aufgrund der neu eingeführten Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), gelten künftig beim Leutkircher Kinderkleiderbasar, wie andernorts auch, neue Abrechnungsmodalitäten. Für die Anbieter heißt das in Zukunft, dass sie künftig ihre Listen unterschreiben müssen und somit ihre Einverständniserklärung für die Speicherung personenbezogener Daten abgeben. „Nicht unterschriebene Listen können wir künftig aus Sicherheitsgründen nicht mehr annehmen", erklärte Carolin Hösch vom Basar-Team.

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