Schüler machen sich für die Erste-Hilfe stark

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Redaktionssekretariat

Die Gemeinschaftsschule (GMS) hat seit Mittwoch mit der Johanniter-Unfallhilfe Leutkirch/Kißlegg einen neuen Kooperationspartner. Im Vordergrund steht bei der Aktion künftig für zahlreiche Schüler mit oder ohne Migrationshintergrund die Erste-Hilfe. Unterstützt wird das Vorhaben von der Stadtverwaltung Leutkirch sowie von der Elobau-Stiftung.

Mit der Unterzeichnung des Vertrages ist am Mittwoch eine ganz besondere Kooperation entstanden, bei der für beide Vertragspartner nicht nur die Verantwortung darin besteht, den Wert der Ersten-Hilfe zu vermitteln, sondern den Schülern gleichzeitig aufzuzeigen, welche beruflichen Möglichkeiten hierbei entstehen können. „Die Fähigkeit, ein Leben retten zu können, wird Euch das gesamte Leben begleiten“, erklärte Robert Lohr, Ortsbeauftragter der Johanniter-Hilfe Leutkirch/Kißlegg, der regelmäßig mit seinem Team vor Ort ist und den Schülern das notwendige Wissen in Theorie und Praxis beibringt – teilweise unter nicht ganz einfachen sprachtechnischen Bedingungen.

Gemeint ist die internationale Vorbereitungsklasse, in der sich Schüler aus Ländern wie Syrien, Kasachstan, Ukraine, Bosnien, Italien, Serbien, Kroatien oder aus dem Kosovo befinden. „Da wurde schon mal eine Mullbinde mit Müll verwechselt“, erzählte Lohr. Letztendlich habe jedoch mit dem Vorzeigen sowie der reinen Körpersprache alles geklappt. „Unter den Schüler befand sich ein Mädchen, die so gut wie kein deutsches Wort sprach, nach den Übungen jedoch selbständig einen Verband anlegen konnte“, so der Johanniter.

Neben dem Erste-Hilfe-Kurs der Vorbereitungsklasse gehört zum Programm auch die Ausbildung von Schulsanitätern vor Ort, die von Lehrer Wolfgang Schäffeler sowie von Florian Sieber aus Friedrichshafen, der ein Freiwilliges Soziales Jahr bei den Johannitern absolviert, geleitet wird. „Ich freue mich sehr, dass Ihr das ehrenamtlich macht und dafür Eure Freizeit opfert“, lobte Schäffeler.

Des Weiteren gehört zum Projekt auch die Förderung der bereits 40 ausgebildeten Schulsanitäter, die unter anderem den Nachwuchs unterstützen sowie die Betreuung der Jugendgruppenleiter, die von der Stadt Leutkirch ausgebildet wurden und aktive Arbeit in diesem Bereich leisten. „Ich finde es einfach toll, dass sich etwa zehn Prozent unserer Schüler für diese Sache einsetzen“, freute sich Schulleiter Jan-Henning Gesierich Kowalski.

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