Schüler überzeugen mit veganem Lederersatz

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Die Leutkircher Teilnehmer am Deutschen Gründerpreis mit ihren Urkunden.
Die Leutkircher Teilnehmer am Deutschen Gründerpreis mit ihren Urkunden. (Foto: Simon Nill)
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Beim Existenzgründer-Planspiel „Deutscher Gründerpreis“ hat das Team „Vaexa GmbH“ vom Leutkircher Hans-Multscher-Gymnasium (HMG) den fünften Platz in Baden-Württemberg eingefahren. Die vier Schüler überzeugten die Jury beim von den deutschen Sparkassen ausgelobten Wettbewerb mit der Idee für ein umweltfreundliches Ersatzprodukt für Leder. Weitere drei HMG-Teams nahmen am Planspiel teil.

250 Euro erhielten die „Vaexa“-Schüler dafür, dass sie ein Material entdeckt, erforscht und optimiert haben, das in seinen Eigenschaften tierischem Leder entspricht und dennoch komplett vegan sei, teilt die Kreissparkasse Ravensburg mit. Bundesweit sprang damit Platz elf heraus. Walter Braun vom Geldinstitut übergab vor wenigen Tagen mit Kundenberaterin Lisa Keller die Schecks und Urkunden an die teilnehmenden Schüler.

Auf Platz 13 in Baden-Württemberg landete das Leutkircher Team „Praca“. Die Schüler wollten mit ihrer Anwendungssoftware eine neuartige Möglichkeit bieten, um Minijobs zu vermitteln. Dabei sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer zusammengebracht werden. 200 Euro gab’s von der Jury für dieses Konzept.

Sportbekleidung entwerfen, die mit einem selbstleuchtenden Aufdruck ausgestattet ist. Das hat sich das Team „Lume-T Hackspacher, Spitzner, Stetter, Natterer“ zur Aufgabe gemacht. Die HMG-Schüler landeten auf den 26. Platz in Baden-Württemberg. Das vierte Team trägt den Namen „Mep Mep“ und hat eine mobile Reifenreinigung für Rollstühle entwickelt. Für dieses Konzept sprang landesweit der 61. Rang heraus.

Projekt fließt in Abiturnote ein

„Die Teilnahme ist eine lohnende Investition in die Zukunft“, sagte Walter Braun bei der Urkunden-Übergabe. Schließlich könne das Teilnehmerzertifikat bei künftigen Bewerbungen mit eingereicht werden. Hinzu kommt, dass viele Schüler im Rahmen des Planspiels – das in Form eines Seminarkurses auch in die Abiturnote einfließt – eine „persönliche Entwicklung“ durchlaufen, erklären die Lehrer Dietmar Krohmer und Albrecht Krämer.

Vor allem zu Beginn des Projekts sei die Hürde bei vielen Schülern beispielsweise groß, eine Firma zu kontaktieren oder die ausgearbeiteten Pläne einem Unternehmenspaten vorzustellen. Das ändere sich teilweise im Verlauf des Wettbewerbs. „Die Schüler machen häufig einen großen Schritt in Sachen Kommunikation und Präsentation“, ist sich Walter Braun sicher.

Bundesweit nahmen in diesem Jahr rund 4000 Schüler in 843 Teams am Deutschen Gründerpreis teil. Aus Baden-Württemberg kamen laut Kreissparkasse 118 Spielgruppen. Von Januar bis Mai hatten die Teilnehmer Zeit, ihre Geschäftsidee – die zwar fiktiv, aber grundsätzlich realisierbar sein sollte – zu entwickeln. Insgesamt neun Einzelaufgaben müssen die Teams abarbeiten. Dazu zählt beispielsweise, eine Finanzplanung zu präsentieren oder einen kompletten Businessplan zu entwickeln.

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