SC Unterzeil will seinen Lauf fortsetzen

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Gegen den Tabellenführer FC Leutkirch gewann der SC Unterzeil-Reichenhofen (rote Trikots) in der Vorrunde mit 2:1.
Gegen den Tabellenführer FC Leutkirch gewann der SC Unterzeil-Reichenhofen (rote Trikots) in der Vorrunde mit 2:1. (Foto: Michael Panzram)
Schwäbische Zeitung
Oliver Weishaupt

Zum Auftakt nach der Winterpause steht für den SC Unterzeil-Reichenhofen in der Fußball-Bezirksliga Bodensee ein schwieriges Auswärtsspiel auf dem Programm. Diesen Sonntag 15 Uhr, geht es zum Tabellenzweiten SG Kißlegg, gegen den es im Hinspiel eine 1:3-Niederlage gab.

Der SC Unterzeil-Reichenhofen startete äußerst schlecht in die Bezirksliga-Saison und verlor sechs der ersten sieben Spiele. Punkte gab es lediglich am fünften Spieltag beim 3:0-Heimsieg gegen Aufsteiger Ratzenried zu bejubeln. Nach der 1:2-Niederlage gegen Argental am siebten Spieltag, stellte Trainer Bernd Bräuchler seinen Posten zur Verfügung. Felix Braun, der zuletzt die SCU-Frauenmannschaft trainiert hatte, übernahm und startete eine Erfolgsserie von inzwischen acht Spielen ohne Niederlage (fünf Siege, drei Unentschieden). Unter anderem wurden Tabellenführer FC Leutkirch und der hoch gehandelte SV Beuren jeweils knapp mit 2:1 bezwungen.

„Ich glaube, dass Bernd Bräuchler gute Arbeit gemacht hat. Das höre ich auch von den Spielern. Wir hatten nach dem Trainerwechsel Glück, dass wir das erste Spiel gleich gewonnen haben, was am Anfang der Saison eben nicht so war. So sind wir dann in einen positiven Lauf gekommen. Es steckt aber auch harte Arbeit der Spieler drin“, erklärt Braun den Aufschwung nach seinem Amtsantritt.

Ins Tabellenmittelfeld vorgearbeitet

Dank der eindrucksvollen Serie sind die Unterzeiler inzwischen aus dem Tabellenkeller bis auf Rang neun geklettert und haben mit 21 Punkten den Anschluss an das eng beieinander liegende Tabellenmittelfeld wieder hergestellt. So beträgt der Rückstand auf Rang drei nur noch zwei Punkte. Der Vorsprung auf Abstiegsrelegationsrang 13 ist inzwischen auf sechs Punkte angewachsen. Mit 36 Toren, darunter gleich acht Stück gegen Aufsteiger Tettnang beim höchsten Sieg in dieser Bezirksliga-Saison, stellt der SCU die zweitbeste Offensive und weist ligaweit das drittbeste Torverhältnis auf.

Insgesamt schaut Braun auf eine akzeptable Wintervorbereitung zurück. „Wir hatten mit dem Kunstrasen in Leutkirch eine gute Basis, um vernünftig trainieren zu können und waren recht vollzählig. Von dem her gibt es nichts, worüber wir uns beklagen möchten. Wir werden in der Rückrunde bereit und fit sein für das, was kommt.“ Zu- und Abgänge gibt es keine zu verzeichnen, jedoch wird Manuel Kathan in der Rückrunde berufsbedingt nicht mehr zur Verfügung stehen. Voraussichtlich wieder voll einsatzbereit sind dafür Nick Widler und Tobias Heinle.

Trotz all dieser positiven Voraussetzungen, richtet Braun seinen Blick ganz klar in Richtung Abstiegszone, zumal sein Team bereits ein bis zwei Spiele mehr absolviert hat, als fast alle Kontrahenten und darüber hinaus gegen Kißlegg und Meckenbeuren ein äußerst schwieriges Auftaktprogramm bestreiten muss. „Unsere Ausgangsposition ist gut, aber nicht so, dass wir uns sicher fühlen können, eine lockere Rückrunde zu spielen. Wir wissen, wo wir nach sieben Spielen standen und wissen auch, wo wir nicht wieder hin möchten. Unser Ziel ist, so schnell wie möglich mehr Luft nach hinten zu bekommen, um mit dem Abstieg nichts mehr zu tun zu haben. Wenn es aber so kommt, dass wir die ersten zwei, drei Spiele nicht gewinnen, werden wir auch nicht unruhig.“

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