Rotzler nimmt es mit Jüngeren auf

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Der Leutkircher Alexander Rotzler, hier beim Diskuswerfen, zeigte in Venedig einen starken Zehnkampf.
Der Leutkircher Alexander Rotzler, hier beim Diskuswerfen, zeigte in Venedig einen starken Zehnkampf. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Die TSG Leutkirch stellt den besten deutschen Zehnkämpfer der Altersklasse M40. Zu diesem Schluss kann man zumindest nach den European Masters Athletics Championships der Leichtathleten in Venedig sein. Mit dabei war auch Matthias Rotzler von der TSG Leutkirch. Dieses Mal nicht in seinen Paradedisziplinen, den Sprintstrecken über 100 Meter und 200 Meter, sondern im Zehnkampf. Als Sechster der Gesamtwertung war Rotzler bester Deutscher.

Der Einstieg mit den 100 Metern um 8.40 Uhr war sehr früh angesetzt. Mit 12,20 Sekunden wurde das gesteckte Ziel, unter zwölf Sekunden zu laufen, nicht erreicht. Damit verschenkte Rotzler direkt wichtige Punkte. Trotzdem gewann er diese Disziplin und führte das Feld an. Der anschließende Weitsprung stand dann mit starkem Gegenwind unter keinem guten Stern. Mit 5,66 Metern lag der Leutkircher gute 20 Zentimeter unter seinem gesteckten Ziel.

Rückstand wegen Verletzung

Beim Kugelstoßen erreichte er dann wieder mit 10,32 Metern eine ordentliche Weite und hielt den Kontakt zur Spitzengruppe aufrecht. Im Hochsprungwettkampf riss dieser dann allerdings wieder etwas ab, denn Rotzler kam nicht mit dem Anlauf zurecht und musste sich mit 1,57 Metern zufrieden geben – was ihn bei einer Saisonbestleistung von 1,68 Metern sehr schmerzte. Zum Abschluss des ersten Tages standen die 400 Meter auf dem Programm. Hier hat sich bei Rotzler der verletzungsbedingte Trainingsrückstand sehr deutlich bemerkbar gemacht. Mit 1:02,04 Minuten war er nicht zufrieden. Der eigentlich bessere erste Tag verlief nicht wie erwartet.

Der zweite Tag in Venedig begann bereits um 8.10 Uhr mit den 110 Meter Hürden. 18,17 Sekunden waren eine ordentliche Zeit und brachten die erwarteten Punkte in dieser Disziplin. Beim Diskuswerfen zeigte die Leistungskurve des TSG-Sportlers dann mit 30,42 Metern gegenüber den vergangenen Wettkämpfen deutlich nach oben und sorgte für gute Stimmung, die sich dann auch mit 3,30 Meter im Stabhochsprung niederschlug. Hier wäre vielleicht noch die nächste Höhe drin gewesen. Da der Wettkampf aber durch ein Gewitter über eine Stunde unterbrochen wurde, ging der Rhythmus verloren. Trotz guter Sprünge über 3,40 Meter blieb die Latte bei Rotzler nicht liegen.

Mit 34,26 Metern im Speerwurf lag Rotzler dann wieder deutlich besser als beim letzten Zehnkampf und freute sich über wichtige Punkte. Beim 1500-Meter-Lauf galt es, sich nochmal aufzuraffen. Auch hier schaffte der Leutkircher gegenüber dem letzten Lauf mit 5:50,35 Minuten eine klare Steigerung. Das gesteckte Ziel, einen Platz unter den besten Zehn zu erreichen, wurden erreicht. Rotzler wurde in der Gesamtwertung Sechster. Der Leichtathlet der TSG Leutkirch war der älteste Teilnehmer in seiner Altersklasse M40 und der beste Deutsche. Bei der anschließenden Ehrenrunde im Stadion waren aufgrund der Erfolge die Strapazen der zwei Tage schon fast wieder vergessen.

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