Ralf Mayer löst Rosemarie Bodenmiller im Vorsitz des Bezirksimkerverein ab

Lesedauer: 3 Min
 Sie stehen für einen Verein mit 170 Mitgliedern und etwa 50 Millionen Bienen (von links): Dennis Schorer (Kassier), Albert Jeni
Sie stehen für einen Verein mit 170 Mitgliedern und etwa 50 Millionen Bienen (von links): Dennis Schorer (Kassier), Albert Jeni und Elmar Herrmann(Beisitzer), Monika Joser (Schriftführerin), Ralf Mayer, Rosemarie Bodenmiller und Otto Ostrowski (Beisitzer). Im Bild fehlen Stefan Laur (2. Vorsitzender und Ulrike Waldmann (Beisitzerin). (Foto: Karl-Heinz Schweigert)
Karl-Heinz Schweigert

Auch wenn im Land das Artensterben bei Insekten unbestritten ist und die Bienen vor allem durch Pflanzenschutzmittel bedroht sind: Im Allgäu mit seiner Milchwirtschaft, der eher kleinräumig vielfältigen Struktur sowie dem engagierten und fachkundigen Einsatz seiner Imker sind die Probleme offensichtlich nicht so gravierend. Wobei die Bienenhalter oft unterschiedliche Wege gehen, wie der Agrarbiologe Raphael Buck bei der Jahreshauptversammlung des Bezirksimkervereins Leutkirch am Freitagabend im Hotel Post betonte.

Der studierte Bienenkundler unterhält in Vogt die Bioland-Goldstück-Imkerei mit etwa 400 Völkern, die „im Schnittpunkt von Bodenseeraum, Oberschwaben und dem Allgäu besonders günstige Bedingungen vorfinden“. Vom frühen Einsatz am Schwäbischen Meer bis zur späten Blüte auf 1000 Meter Meereshöhe können die fleißigen Insekten bestäuben und Honig gewinnen. Wie sehr die Imkerei eine Wissenschaft mit eigener Fachsprache ist wurde zudem bei den Themen „Inventar“, „Frühjahrsdurchsicht“, „Schwarmvorbeugung und-verhinderung“ sowie „Hygiene“ und „Königinnenzucht“ deutlich.

Einen Generationenwechsel hat es bei den durchgängig einstimmig abgelaufenen Neuwahlen des Vorstandes für die nächsten vier Jahre gegeben: Nach mehr als 15 Jahren übergab Rosemarie Bodenmiller den Vorsitz an Ralf Mayer und Stefan Laur löst Otto Ostrowski im Amt des Stellvertreters ab. In einem wachsenden Verein mit derzeit 170 Mitgliedern und über 1250 Bienenvölkern (das sind etwa 50 Millionen Bienen) „gibt es, aufbauend auf Bewährtes, nun einen neuen Sound“, so Bodenmiller. Ihr Dank galt dem Vorstand und allen, „die ein reichhaltiges Programm immer am Laufen halten, wie bei Schulungen, Vorträgen, Exkursionen, Grillabenden und im Ferienprogramm“. Otto Ostrowski überreichte der scheidenden, verdienten Vorsitzenden nicht nur Blumen und ein Geschenkkorb: Er warb in der Versammlung zudem, bei der Zucht Varroa-resistenter Völker mitzumachen, „denn hier ist man bereits auf einem guten vielversprechenden Weg“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen