Pläne für drei Radunterführungen stehen

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Gegenüber dem Rössle und an der Kreuzung der Landesstraßen werden bei Haselburg Radwegunterführungen entstehen.
Gegenüber dem Rössle und an der Kreuzung der Landesstraßen werden bei Haselburg Radwegunterführungen entstehen. (Foto: Heinz Mauch/SZ-Montage)
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Die Lösung der im Raum Herlazhofen und Haselburg seit Jahren bestehenden Verkehrsprobleme rückt in greifbare Nähe. Sowohl die Sanierung der L 319 vom Bereich Zollhaus bis zur Urlauer Straße als auch der Einbau zweier Radwegunterführungen bei Haselburg werden noch in diesem Jahr fertiggestellt. Noch im Dezember hatte die Stadt allerdings angekündigt, bei Haselburg bis zur Eröffnung des Ferienparks fertig werden zu wollen. Dieser Termin aber lässt sich nicht halten. Im kommenden Jahr folgt dann der Einbau einer Radunterführung zwischen Herlazhofen und Leutkirch im Bereich der Kreuzung bei der Kapelle.

„Wir sind froh und dankbar, dass es jetzt endlich klappt und die Maßnahmen umgesetzt werden können“, sagt am Donnerstag der Herlazhofener Ortsvorsteher Alois Peter. Gerade die Forderung nach einer sicheren Lösung beim Radweg zwischen der Ortschaft und der Kernstadt stehe seit 30 Jahren im Raum. Nach der Einigung mit Grundstücksbesitzern, kann der Einbau einer Röhre unter der L 319 allerdings als letztes Detail erst im kommenden Jahr erfolgen, weil die dafür notwendigen Fördergelder beim Land erst jetzt beantragt werden können. „Doch wir wissen jetzt, wie es weitergeht, und das schafft Ruhe“, bemerkt Peter.

Belagsarbeiten für 450 000 Euro

Sicherlich habe zuletzt der Druck aus der Bevölkerung und auch die Ansiedlung von Center Parcs bei den Verhandlungen mit dem Land geholfen. „Doch die Forderung stand schon lange im Raum, generell hat der Verkehr auf der L 319 in den vergangenen Jahren stark zugenommen.“ Dieser Trend aber erhöhte auch das Risiko an dem von vielen Schülerinnen und Schülern sowie Touristen stark genutzten Übergang.

Noch im August beginnen aber die Belagsarbeiten auf der L 319 zwischen Zollhaus und der Abbiegung Urlauer Straße. Zeitweise muss die L 319 auf einer Länge von 3,5 Kilometern zwischen dem 23. August und dem 14. September nach den bisher bekannten Planungen voll gesperrt werden. Die dann nötigen Umleitungen führen über die L 318 und die Isnyer Straße in Leutkirch oder über die Kreisstraße 7906, die von der Kernstadt nach Herlazhofen führt. Der Straßenbelag hat in den vergangenen Jahren auf dem Autobahnzubringer stark gelitten, der Asphalt muss deshalb abgeschliffen und erneuert werden. Die Kosten für diese Maßnahme, die das finanzieren muss, liegen bei 450000 Euro.

Ende Oktober, das wiederum bestätigte der Leutkircher Tiefbauamtsleiter Robert Rühfel, folgt dann in Haselburg der Einbau zweier Röhren für Radwege. Eine wird auf Höhe des Rössle vom Center-Parcs-Gelände die L 318 unterqueren, die zweite Röhre soll im Kreuzungsbereich zwischen den beiden Landesstraßen die Situation entschärfen. Im September 2017 habe die Feinplanung in Abstimmung mit der Straßenbauverwaltung begonnen, „dass wir das jetzt noch in diesem Jahr bewerkstelligen können, ist schon eine große Hausnummer“, sagt Rühfel. Für die beiden Unterführungen müssen 22 Betonfertigteile, jedes wiegt rund 33 Tonnen, zusammengebaut werden. Rühfel geht davon aus, dass die L 319 in Richtung Autobahn dann etwa eine Woche lange gesperrt sein wird. Schon im Gemeinderat hatte Rühfel angedeutet, die Bauarbeiten, so weit möglich, auch am Verkehrsaufkommen auszurichten, das an Tagen mit starkem Verkehr durch den Bettenwechsel im Ferienpark entstehe.

Noch keine Entscheidung sei gefallen, ob mittelfristig an der Haselburger Kreuzung ein Kreisverkehr errichtet werde. Das hängt letztlich wegen der Finanzierung auch vom Land Baden-Württemberg ab. Der Einbau der Röhren werde aber so erfolgen, dass spätere Umbauten nicht mehr nötig seien.

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