Auch Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle verfolgte den Start der neuen Lackieranlage in Leutkirch.
Auch Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle verfolgte den Start der neuen Lackieranlage in Leutkirch. (Foto: heb)
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Der an der Börse Warschau notierte Holzwertstoffhersteller Pfleiderer hat das Jahr 2017 mit einem starken Ergebnis abgeschlossen. Das geht aus einer Mitteilung des Konzerns hervor.

Der erzielte Konzernumsatz stieg demnach im Jahresvergleich um 4,8 Prozent auf 1,006 Milliarden Euro, das operative Ergebnis habe sich um 9,3 Prozent auf 120 Millionen Euro verbessert. Mit der auf den Weg gebrachten „Strategie 2021“ will das Unternehmen, das in Leutkirch mit einem Standort vertreten ist, auch für die Zukunft gut gewappnet sein.

Tom K. Schäbinger, Vorstandsvorsitzender der Pfleiderer-Gruppe, bezeichnet das vergangene Jahr als „besonders bewegt“. Die Umsetzung der in der Zukunftsstrategie festgelegten Maßnahmen werde es ermöglichen, „unsere führende Position in dieser hart umkämpften und dynamischen Industrie zu halten und weiter auszubauen“.

Im Jahr 2017 investierte die Pfleiderer-Gruppe laut Mitteilung 76,3 Millionen Euro. So seien wichtige strategische Projekte abgeschlossen oder eingeleitet worden. Dazu zählt auch eine neue Lackieranlage am Standort Leutkirch. Erwähnt werden auch das „4-Pack“-Investitionsprogramm in Grajewo, eine neue Fertigungsstraße für Arbeitsplatten und das Projekt Dynasteam in Wieruszów und eine neue Schleifstraße im größten deutschen Werk Neumarkt. Schon zu Jahresbeginn hatte das Unternehmen für Leutkirch weitere Investitionen in diesen Standort in Höhe von etwa 20 Millionen Euro bei einer Bürgerinformation präsentiert.

Die Investitionen der Gruppe unterstützten die Entwicklung neuer und innovativer Produkte, stark in den Vordergrund sollen dabei auch ökologische Aspekte rücken. Die Investitionen seien klar auf die Konzernstrategie abgestimmt, die Führungsposition von Pfleiderer in der europäischen Holzwerkstoffindustrie zu sichern und weiter auszubauen. Dabei setze das Unternehmen konsequent auf die Entwicklung von neuen Dekoren, Strukturen und innovativen Produkten, die stets an die neuesten Trends und Kundenwünsche angepasst werden sollen.

Im ersten Halbjahr 2017 sei es gelungen, die Verbindlichkeiten aus dem Jahr 2014 erfolgreich zu refinanzieren. Im Zuge dessen wurden am 1. August 2017 sogenannte „nicht-nachrangige besicherte Anleihen“ zurückgekauft. Die neuen Bedingungen der Refinanzierung werden laut Mitteilung die Finanzierungskosten erheblich senken. Von einer Größenordnung in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro ist die Rede.

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