Pater Volker feiert 50 Jahre Primiz in Emerlanden

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50 Jahre Primiz feierte Pater Volker (Mitte, links: Mitbruder Eugen) zusammen mit dem Kirchenchor Hinznang-Winterstetten in der
50 Jahre Primiz feierte Pater Volker (Mitte, links: Mitbruder Eugen) zusammen mit dem Kirchenchor Hinznang-Winterstetten in der Kapelle Emerlanden. (Foto: : Carmen Notz)

In der Kapelle in Emerlanden der Pfarrgemeinde Hinznang-Winterstetten ist am vergangenen Sonntag das alljährliche St.-Mang-Fest gefeiert worden. Diesmal kam ein besonderes Jubiläum dazu: Pater Volker beziehungsweise Anton Bodenmüller aus Winterstetten feierte 50 Jahre Primiz, auf den Tag genau am 9. September mit demselben sonnigen Wetter. Der Kirchenchor unter Leitung von Brigitte Bietsch umrahmte den Gottesdienst mit schönen Gesängen, Anna König spielte Trompete.

Viele Besucher der umliegenden Dörfer waren gekommen sowie die fünf Geschwister Bodenmüller und ihre Familien samt Enkel. und nicht alle fanden Platz in der kleinen Kapelle St. Magnus. In den 50 Jahren seines Wirkens haben sie Pater Volker, er ist Benediktinermönch des Klosters St. Ottilien bei München, nicht oft zu sehen bekommen. 47 Jahre lang war er im afrikanischen Tansania tätig, wo er nicht nur in christlicher Mission war, sondern auch tatkräftig etliches bewirkt und aufgebaut hat.

„Wenn ich nicht ins Kloster wäre, hätte ich Architektur studiert“, gibt Anton Bodenmüller zu, der jetzt mit 76 Jahren endgültig in sein Heimatkloster zurückgekehrt ist.

In der Region um Mlangali in Tansania hat er in den 1970er-Jahren angefangen, den Menschen ein besseres und sicheres Leben zu ermöglichen. Wasserleitungs- und Brunnenbau waren die wichtigsten Aufgaben, ebenso eine Krankenstation, eine Schule sowie den Menschen mehr Knowhow in Handwerk und Landwirtschaft zu vermitteln. Von 1978 bis 1980 hat der Bauernsohn aus Winterstetten mit Hang zur Architektur sogar eine Kirche in Mlangali mitgeplant und -gebaut, die einen ganz besonderen Stil hat. Auch aus dem Allgäu kamen viele Spenden für seine Projekte zusammen.

Er war als „Baba Volker“ bekannt

Die Menschen in Tansania waren sehr dankbar, er war weit herum als „Baba Volker“ bekannt und er hat es verstanden, die Lehre Christi den Menschen verständlich nahezubringen. Bei einer zweimonatigen Reise durch seine afrikanischen Gemeinden hat Pater Volker sein 50-Jahr-Priesterjubiläum mit Messen und viel Gesang gefeiert und sich verabschiedet.

Sein Mitbruder Eugen in St. Ottlilien, der selber 17 Jahre in Mission in Südafrika war, betonte in seiner Predigt in Emerlanden, dass Pater Volker bei allem, was er tat, die Menschen miteinbezogen und nicht über sie bestimmt habe. Sein Leitsatz lautete: Gott und den Menschen nahe sein. Er sei auch bedacht darauf gewesen, Spenden nur gegen Eigenleistung und Mithilfe zu verteilen, außer es handelte sich um Arme oder Kranke.

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