Pater Hubertus gibt eines seiner Ämter ab

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Pater Hubertus Freyberg
Pater Hubertus Freyberg (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung
Sabine Centner

Pater Hubertus von Freyberg hat sein Amt als stellvertretender Dekan des Dekanats Allgäu-Oberschwaben abgegeben. Wie es in einer Mitteilung heißt, entsprach Diözesanbischof Gebhard Fürst zum 1.Juli damit der Bitte des 57-jährigen Geistlichen. Pater Hubertus hatte bereits im März aus gesundheitlichen Gründen um Entbindung von dem Amt gebeten, das er seit 2008 innehat. Seit 2003 ist von Freyberg außerdem geistlicher Rektor des Leutkircher Tagungshauses Regina Pacis – eine Aufgabe, für die er nun größere Freiräume sieht.

„Ich möchte mehr für Menschen im konkreten Einzelfall da sein und weniger Zeit für Verwaltungsaufgaben und Sitzungen aufwenden“, sagte Pater Hubertus im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“. Dekane und deren Stellvertreter hätten viele solcher Verwaltungsaufgaben – als Bindeglieder zwischen Kirchengemeinden und bischöflichem Ordinariat, oder, umgekehrt: als „Ohr des Bischofs vor Ort“, wie Pater Hubertus sagt. Das Dekanat mit rund 168000Katholiken in 115 Pfarreien, die in 23 Seelsorgeeinheiten zusammengefasst sind, umfasst nahezu den gesamten Landkreis Ravensburg. Derzeitiger Dekan ist Ekkehard Schmid, Pfarrer in Weingarten. Der Größe des Dekanats entsprechend hat er drei Stellvertreter: Pfarrer Claus Blessing, der im Sommer von Wolfegg nach Wangen wechselt, Pater Anatham Antony aus Aulendorf und, bislang, Pater Hubertus aus Leutkirch.

Von Freyberg war hauptsächlich für den Bezirk Allgäu verantwortlich. Dabei standen nicht nur die jährlichen Mitarbeitergespräche mit den jeweiligen Pfarrern im Terminkalender, sondern auch regelmäßige Visitationen in den Kirchengemeinden und den Dienststellen des Dekanats. Von der Kindertagesstätte bis zur Gefängnisseelsorge, von der Beratungsstelle bis zum Bildungswerk: „Der Dekan hat die Dienstaufsicht über die Einrichtungen des Dekanats“, sagt Pater Hubertus, „und ist zudem für die seelsorgerliche Betreuung der Mitarbeiter zuständig“.

Mehr Kapazitäten fürs Tagungshaus

Rund 50 Termine pro Jahr kämen für diese Aufgaben zusammen, eine Belastung, die er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr schultern könne. Für die Pfarrgemeinde in Leutkirch ändere sich durch die Demission nichts, so der Geistliche. Für seine Aufgaben im Tagungshaus Regina Pacis sieht er künftig mehr Kapazitäten. In seinem Demissionsschreiben bemerkt der Bischof, dass von Freyberg sein Amt „stets sehr ernst genommen habe und ein verlässlicher stellvertretender Dekan“ war. Die Wahl eines neuen stellvertretenden Dekans soll voraussichtlich im Herbst stattfinden.

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