Oberbürgermeister Henle gedenkt der Corona-Opfer

Schwäbische Zeitung

Anlässlich des nationalen Gedenktages für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie hat Leutkirchs Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle auf dem Waldfriedhof einen Kranz niedergelegt. In aller Stille gedachte er dort derjenigen, die aufgrund der weltweit grassierenden Krankheit verstorben sind. Das teilt die Stadt mit.

„Meine Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Todesopfer“, sagte das Stadtoberhaupt. „Bei vielen Sterbefällen seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020, ob infolge einer Corona-Erkrankung oder davon unabhängig, konnten sich Familien und Freunde oftmals nicht von ihren Verstorbenen verabschieden. Auch daran sollte am Sonntag erinnert werden“, so Henle weiter. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte den vergangenen Sonntag zum nationalen Gedenktag ausgerufen.

Öffentliche Gedenkveranstaltungen nicht möglich

Da die Infektionszahlen weiterhin ansteigen, können kaum öffentliche Veranstaltungen stattfinden. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Landkreis Ravensburg hatten daher gemeinsam entschieden, aktuell keine Gedenkveranstaltungen durchzuführen. Um trotzdem ein sichtbares Zeichen des Gedenkens, der Anteilnahme und Solidarität zu setzen, legte Hans-Jörg Henle am Waldfriedhof im Bereich der Kapelle beziehungsweise Aussegnungshalle einen Kranz nieder. Damit soll Angehörigen ein Ort zum Innehalten und Gedenken geboten werden. Am Sonntag wurde zudem die Flagge am Rathaus auf Halbmast gehisst.

„Die Pandemie hat uns viel abverlangt, gesellschaftlich, wirtschaftlich, persönlich – jedem von uns“, sagte Henle. Jetzt, in der dritten Welle, mache sich Müdigkeit breit. „Das ist allzu verständlich, aber auch brandgefährlich. Gerade jetzt heißt es noch einmal durchhalten, damit unsere Anstrengungen der vergangenen Monate nicht umsonst waren!“ In Leutkirch sind bisher 15 Todesopfer zu beklagen. Deutschlandweit sind bisher mehr als 80 000 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus verstorben.

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