„No Game“ soll eigenes Verhalten auf der Straße beeinflussen

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So wirken bereits 1,1 Promille: Ohne Unterstützung von Polizeihauptmeister Thomas Fackler kann der Parcours nicht bewältigt werd
So wirken bereits 1,1 Promille: Ohne Unterstützung von Polizeihauptmeister Thomas Fackler kann der Parcours nicht bewältigt werden. (Foto: Karl-Heinz Schweigert)
Karl-Heinz Schweigert

Seit November 2015 spricht die Polizei des Landes mit ihrer Verkehrssicherheitskampagne „No Game. Sicher fahren – sicher leben“ junge Menschen verstärkt im Alter von 18 bis 24 Jahren an. In dieser Gruppe ist das Risiko am höchsten, bei einem Verkehrsunfall getötet oder verletzt zu werden. Hauptursachen hierfür sind noch fehlende Erfahrung, Selbstüberschätzung, zu hohes Tempo, Ablenkung und der Konsum von Drogen. Die Kampagne will daher in den weiterführenden Schulen mit klaren, ungeschminkten Informationen und Bildern sowie eindrucksvollen Workshops die jungen Fahrer präventiv aufklären und sie damit in ihrem Verhalten beeinflussen.

So ist auch alljährlich mit Beginn dieser Woche lang die Aktion des Ravensburger Polizeipräsidiums (Referat Prävention mit ihrem Teamleiter, dem Ersten Polizeihauptkommissar Peter Härle) in der Geschwister-Scholl-Schule zu verstehen: Diesmal werden im „Zwei-Stunden-Takt“ schwerpunkthaft insgesamt 40 Klassen aus dem beruflichen Gymnasiums und den Bereichen Kfz, Metall und Maurer angesprochen. Für Schulleiter Heinz Brünz ist das „ein super Angebot, das die Sichtweise der Schüler auf das eigene Verhalten auf der Straße sicher schärfen wird“. Mit verschiedenen Projekten ziehe sich das Thema „Prävention“ aber grundsätzlich durch das ganze Schuljahr.

Parcours mit aufgesetzter „Rauschbrille“

Besonderen Eindruck hat bei den Schülern der Durchlauf eines Parcours mit aufgesetzter „Rauschbrille“ hinterlassen, die einen Blutalkohol von 1,1 Promille simuliert. „Wenn man einen Rausch in dieser Höhe hat, glaubt man es gar nicht , wie stark die Beeinträchtigung wirklich ist“: So die Erfahrung vom „Kfzler“ Marcus Brenninger aus Lindenberg, der im zweiten Lehrjahr ist. Nicht unberührt gelassen hat zudem sicher bei vielen das im Foyer aufgestellte schlichte Holzkreuz mit der Aufschrift „Du fehlst !“, mit dem zugehörigen Gedicht von Petrus Ceelen: Du fehlst! Aus der Spur gekommen, aus der Kurve geflogen, aus dem Auto geschleudert, aus dem Leben gerissen. …….. aus .

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