Multimedia hält Einzug ins Klassenzimmer

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Bei der Übergabe: die Klasse 8c der GWRS Leutkirch (Schuljahr 2011/12) mit ihrem Klassenlehrer Herr Schäffeler, elobau Ausbildun
Bei der Übergabe: die Klasse 8c der GWRS Leutkirch (Schuljahr 2011/12) mit ihrem Klassenlehrer Herr Schäffeler, elobau Ausbildun (Foto: oh)

In der Grund- und Werkrealschule Leutkirch wurde das erste ActivBoard – auch interaktives Whiteboard genannt – installiert. Mit dem ActivBoard kann der Schulunterricht multimedial unterstützt werden, denn die gesamte Tafelfläche ist ähnlich wie bei einem Touch-Bildschirm aktiv und kann beschrieben werden. Ein leistungsstarker Kurzdistanzbeamer projiziert die Bildschirminhalte vom PC direkt auf die Tafel. Das ermöglicht für die Präsentation des Lehrstoffs völlig neue Perspektiven. Das Einbinden aktueller Daten, Videos, Tonträger und Tabellen oder Animationen erhöht die Aufmerksamkeit der Schüler, die mit dem Internet aufgewachsen sind und so mit Onlinemedien bestens vertraut sind. Bei manchen Schülern ist das Ansprechen verschiedener Sinne wichtig und das kann mit dieser Tafel hervorragend umgesetzt werden.

Der Hauptvorteil liegt jedoch ganz klar in der Aktualität. Die Lehrkräfte können zu ungeplant aufkommenden Fragen im Unterricht jederzeit aktuelle Meldungen oder wissenschaftliche Inhalte aus dem Web abrufen und damit Aussagen untermauern bzw. fundierte Diskussionsgrundlagen erzeugen, so Wolfgang Schäffeler, Klassenlehrer an der Werkrealschule Leutkirch. Die Schüler jedenfalls sind begeistert. Von Hand geschrieben wird dennoch, obwohl die erarbeitete Tafelansicht digital zur Verfügung steht und per E-Mail verteilt werden könnte. Den Gestaltungsoptionen und der Kreativität im Unterricht sind nahezu keine Grenzen gesetzt.

In Großbritannien sind bereits etwa 80 Prozent der Schulen mit Whiteboards ausgestattet. Gestiftet wurde die Multimediatafel von der Firma Elobau, die mit der Werkrealschule eine Bildungspartnerschaft eingegangen ist. „Neben der Nachhaltigkeit liegt uns besonders die Bildung am Herzen. Da unsere Schulen über einen knappen Etat verfügen, wäre die Anschaffung eines Whiteboards nicht ohne Weiteres möglich. Gerade aber an den Schulen sollte der Sprung ins Informationszeitalter nicht Halt machen. Im Übrigen bin ich überzeugt, dass ein Whiteboard die Vielfalt und die Teamarbeit im Unterricht wesentlich fördert und somit genau die Softskills, die im später im Berufsleben benötigt werden“, so Michael Hetzer, Geschäftsinhaber der Elobau GmbH. (sz)

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