Motto zu 50 Jahren Ehe: „Gesund und beweglich bleiben“

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 Waldemar Westermayer (links) überbringt den Goldenen Hochzeitern die Glückwünsche der Stadt und des Ministerpräsidenten.
Waldemar Westermayer (links) überbringt den Goldenen Hochzeitern die Glückwünsche der Stadt und des Ministerpräsidenten. (Foto: Karl-Heinz Schweigert)
Karl-Heinz Schweigert

„Wir sind ein gutes Team, das sich prima ergänzt. Man hat sich dabei immer auf den Anderen verlassen können.“ So die Maxime und das Fazit von Antonie und Alfred Mangler, die bei bester Gesundheit nun auf fünf gemeinsame Jahrzehnte zurückblicken dürfen. Ihr Leben war und ist geprägt von Tatkraft und Einsatz im Beruf und in der Familie, wie auch im ehrenamtlichen Wirken in der Kirchengemeinde St. Martin.

Antonie (geb. Nessensohn) wuchs in Brochenzell nicht weit vom Bodensee entfernt auf und besuchte nach der Grundschule die Theresia-Gerhardinger-Realschule, das „Klösterle“, in Ravensburg. Nach der mittleren Reife arbeitete sie dann bis zur Heirat in einem Büro in Meckenbeuren. Alfred war eines von sechs Geschwistern auf einem Bauernhof in Eintürnen. Offensichtlich fiel der schon damals aufgeweckte Knabe dem dortigen Pfarrer Jauch auf, der dann mit der Empfehlung „der Bub könnt doch Priester werden“ den Wechsel nach der Grundschule in das Salvator Kolleg nach Lochau und später nach Bad Wurzach ermöglichte. Mit dem Abitur in der Tasche änderten sich die Pläne von Alfred Mangler. Es folgten das Studium an der PH Weingarten und Stationen als Lehrer in Eutingen und Horb.

Schon im Kindesalter begegnete sich das heutige Jubelpaar im „Eintürner Zentrum bei Manglers“, war doch Antonie immer wieder Gast bei Verwandten in der Nachbarschaft. Bei einem späteren Treffen anlässlich des Blutfreitags in Weingarten erkannte Alfred schließlich zielsicher: „Eine Möglichkeit, das wär‘ doch was.“ Und so folgten vor 50 Jahren die Hochzeit in Eintürnenberg und, verbunden mit dem Schuldienst in Willerazhofen, der Bezug einer Wohnung in der Brühlstraße. Aus der Ehe erwuchsen zwei Töchter und ein Sohn, hinzu kommen nun fünf Enkel. 1975 bezog die Familie ihr eigenes Nest in der Ringsiedlung, in dem sie „noch hoffentlich lange“ wohnen möchten.

1979 wurde Alfred Mangler Rektor der Grund- und Hauptschule in Gebrazhofen, für die er sich bis zur Pension im Jahr 2006 mit großem Engagement und Sachverstand einsetzte. Zudem war er Beauftragter des Schulamtes für Verkehrserziehung, über viele Jahre hinweg pädagogischer Mitarbeiter in Regina Pacis und Kirchengemeinderat in St. Martin sowie bis 2018 Helfer im Tafelladen. Bei all seinem Engagement wusste er seine Frau hinter sich, mit der er heute Haus, Hof und Garten versorgt und Zentrum der Familie ist. So geht es zum Beispiel immer wieder mit den Enkeln in den Keller zur Werkstatt und Modelleisenbahn.

Bescheiden sind die Wünsche und Ziele der Manglers zu ihrem Jubelfest: „ Mit viel Glück und Gottes Segen gesund und beweglich bleiben, die Kinder und Enkel besuchen sowie Wanderausflüge in die Berge machen können und dabei dankbar und zufrieden sein.“ Ihr Lebensmotto brachte zudem ein Studienfreund aus Überlingen mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe trefflich zum Ausdruck: „Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand – und wie wäre der möglich ohne Liebe.“

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