Mit Kerzen ein Zeichen der Solidarität setzen

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Evelyn Mauch, Leiterin des Hospiz „Ursula“ (links) und Ulrike Butscher, Leiterin der Ambulanten Ökumenischen Hospizgruppe, zeige
Evelyn Mauch, Leiterin des Hospiz „Ursula“ (links) und Ulrike Butscher, Leiterin der Ambulanten Ökumenischen Hospizgruppe, zeigen die Hospizlichter. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Weltweit soll am Welthospiztag, Samstag, 10. Oktober, auf die Hospizidee aufmerksam gemacht werden. Auch in Leutkirch finden auf Initiative der Ambulanten Ökumenischen Hospizgruppe und des stationären Hospiz „Ursula“ einige Aktionen rund um den Welthospiztag statt, teilt die St.-Elisabeth-Stiftung mit.

Kerzen sollen in vielen Fenstern brennen

Mit dem Hospizlicht, einer Kerze mit der Aufschrift „Gegen die Nacht können wir nicht ankämpfen, aber wir können ein Licht anzünden“ (Franz von Assisi), soll am Abend des 10. Oktober bewusst ein Zeichen der Solidarität gesetzt werden. In möglichst vielen Fenstern soll diese Kerze brennen, um allen Schwerkranken und Sterbenden sowie deren Angehörigen zu signalisieren, dass sie nicht alleine sind und auf die Unterstützung in der Gesellschaft zählen können.

Die Kerzen sind gegen eine kleine Spende bei den folgenden Stellen in Leutkirch erhältlich: Blumen Mayrhofer, Elisabethen-Apotheke, Lamm3 und Stadtbuchhandlung. Ebenso werden Vertreter der ambulanten wie auch der stationären Hospizarbeit Leutkirch auf dem Wochenmarkt am Montag, 5. Oktober, und auf dem Bauernmarkt am Samstag, 10. Oktober, vertreten sein, um mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, über ihre Arbeit zu berichten und Fragen zu beantworten. Auch hier werden die Hospizlichter erhältlich sein. Die Spenden gehen zugunsten der Ambulanten Ökumenischen Hospizgruppe und des stationären Hospiz „Ursula“.

Für Vortrag übers Abschiednehmen anmelden

Monika Müller wird am Freitag, 9. Oktober, in der Evangelischen Dreifaltigkeitskirche den Vortrag „end-lich leben, würdig sterben“ halten. Es geht darum, wie ein gutes Abschiednehmen und achtsam gestaltetes Sterben zwischen Machbarkeit und Ohnmacht am Lebensende gelingen kann. Der Vortrag ist zwar bereits ausgebucht, aber einen Tag später, Samstag, 10. Oktober, gibt es für die gleiche Veranstaltung im Kultur- und Kongresszentrum Weingarten um 19 Uhr noch freie Plätze. Der Veranstalter, die Katholische Erwachsenenbildung Ravensburg, bittet aufgrund der Corona-Vorschriften um Anmeldung online unter www.keb-rv.de oder unter Telefon 0751/3616130. Ein freiwilliger Teilnehmerbetrag ist erwünscht.

Der Film „Being there – Da sein“ wird am Dienstag, 13. Oktober, um 20 Uhr im Kino Leutkirch gezeigt. In dem Dokumentarfilm werden vier Menschen aus verschiedenen Kulturen porträtiert, die Sterbende begleiten. Aufgrund der Corona-Vorschriften ist die Anzahl der Plätze reduziert, eine vorherige Anmeldung nicht möglich.

Seit 25 Jahren Hospizarbeit auf ambulanter Ebene

Die Ambulante Ökumenische Hospizgruppe betreibt seit 25 Jahren Hospizarbeit auf ambulanter Ebene in Leutkirch. Sie begleiten schwerkranke und sterbende Menschen zu Hause und in Pflegeheimen und sind auch für die Angehörigen eine Stütze, wenn es um Ängste, Sorgen und Nöte geht. Mit dem stationären Hospiz „Ursula“ kam 2019 eine Ergänzung zur ambulanten Hospizarbeit hinzu. Wenn nach dem Ausschöpfen aller ambulanten Unterstützungsmöglichkeiten eine häusliche Versorgung nicht mehr möglich ist, kann bei Vorliegen einer lebensverkürzenden Erkrankung mit schweren Symptomen die Aufnahme in das stationäre Hospiz „Ursula“ erwogen werden.

Die Ziele beider Organisationen sind die gleichen: Für den schwerkranken Menschen eine bestmögliche Lebensqualität zu erreichen und die Angehörigen auf dem Weg in einen guten Trauerprozess zu begleiten.

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