Mehr als 2000 freiwillige Arbeitsstunden für das Heim der Kolpingfamilie

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 Wurden für ihr vorbildliches Engagement geehrt: Maria und Hermann Schädle (Zweite und Vierter von links). Mit ihnen freuen sich
Wurden für ihr vorbildliches Engagement geehrt: Maria und Hermann Schädle (Zweite und Vierter von links). Mit ihnen freuen sich Präsident Karl Erzberger (Erster von links), Vorstand Martin Schmuck, Bauleiter Georg Wagegg (Dritter und Fünfter von links) sowie Co-Vorstand Hermann Kilgus (rechts). (Foto: Heinz Mauch)
Schwäbische Zeitung

Vor 25 Jahren ist das neue Heim der Kolpingfamilie Leutkirch eingeweiht worden. In einer Pressemitteilung werden die Umstände beschrieben, unter welchen das neue Vereinshaus errichtet wurde.

Es begann alles mit dem Ausspruch des damaligen Stadtpfarrers und Präses Hans Betzler: „Eine Kolpingfamilie braucht auch ein Vereinshaus“, worauf sich die Mitglieder der Leutkircher Kolpingfamilie auf die Suche begaben. Fündig wurden sie schließlich 1988 am Pfefferbergweg, wo sie von der Kirchengemeinde das ehemalige Jugendhaus erwarben, welches später als Spanisch-Treffpunkt diente und danach längere Zeit leer stand.

Erschreckend schlechter Zustand

Der Zustand des Häuschens war erschreckend schlecht, doch konnte dies die hauseigenen Handwerker nicht schrecken. Ursprünglich waren es männliche Gesellen aller Handwerksberufe, die Zugang zu dem Verein, der von Adolph Kolping gegründet wurde, erhielten. Es benötigte etliche Entwürfe, bis sich die Organisatoren auf den jetzigen Umbauzustand einigten und die Arbeiten unter der Regie von Georg „Schorsch“ Wagegg begannen.

In Dunkelgrau fast unerkannt

„Übrigens weit über 2000 freiwillige Arbeitsstunden komplett in Eigenleistung, auch wenn es manchmal dreckig wurde“, sagte der damalige Vorsitzende Franz Reich stolz. Manch ein Mitglied erinnert sich beispielsweise an den Abbruch der Zwischendecke, die mit Schlacke befüllt war. Auf dem Heimweg wurde so mancher wegen seines dunkelgrauen Aussehens nicht mehr erkannt. In mehr als dreijähriger Bauzeit entstand somit ein komplett restauriertes Haus mit einem Anbau und einer Terrasse. Am 24. Oktober 1993 war es dann soweit, das neue Heim wurde eingeweiht.

Gedenktag

Anlässlich des Kolping-Gedenktags beging nun die Leutkircher Kolpingfamilie gleichzeitig das 25-jährige Bestehen ihres Vereinshauses. In der St. Martinskirche hielt Pfarrer und Präses Karl Erzberger unter Mitwirkung der Mitglieder eine Vorabendmesse. Mit einjähriger Verspätung, so Vorsitzender Martin Schmuck, ließen vielerlei Aktivitäten einen früheren Termin einfach nicht zu.

Feier im Kolpinghaus

Bei der abendlichen Feier im Kolpinghaus ließen es sich die Mitglieder nicht nehmen, zwei wichtige Persönlichkeiten zu ehren. Maria und Hermann Schädle kümmern sich seit Bestehen des Hauses um dessen perfekte Verwaltung, die Pflege und die Organisation. „Wenn es sein muss, auch in der Nacht“, schmunzelt Hermann Schädle. Mit Blumen, einem Buch und viel Beifall bedankte sich die Kolpingfamilie für die langjährige, ehrenamtliche Aufgabe.

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