Markttreiben in Schmidsfelden trotzt Regen

Lesedauer: 3 Min
 Wegen des Regens blieben zwei Drittel der Besucher aus, doch die Veranstalter waren trotzdem glücklich mit dem Ergebnis.
Wegen des Regens blieben zwei Drittel der Besucher aus, doch die Veranstalter waren trotzdem glücklich mit dem Ergebnis. (Foto: Darius Pfeffer)
Darius Pfeffer

„Kalt, nass, bäh! Aber trotzdem wunderschön wie jedes Jahr“, so hat die junge Besucherin Ramona das 21. Markttreiben in Schmidsfelden am vergangenen Wochenende zusammengefasst. Dort präsentierten Künstler an 50 Ständen ihr Handwerk.

Die 50 Handwerks-Stände mit Skulpturen, Schnitzereien, Schmuck und Glaskunst locken bei schönem Wetter normalerweise bis zu dreimal so viele Besucher in das ruhige Glasmacherdorf, verrät Stefan Michaelis von der Heimatpflege. Zusammen mit den Bewohnern des Dorfes veranstaltet die Heimatpflege hier jedes Jahr den Kunst- und Handwerkermarkt. Mit dem Wetter ist Michaelis zwar nicht zufrieden gewesen, doch dafür umso mehr mit dem Markt.

Verschiedene Teams kümmerten sich um Schilder, Kaffee und Kuchen, den Verkehr und alles, was dazu gehörte. Stolz verkündete Rene Ruber, ein Helfer aus dem Dorf, dass der komplette Gewinn des Käsespätzle-Verkaufs an soziale Projekte gespendet wird. Auch die Künstler und ihre Stände hatten mit den wenigen Besucherzahlen zu kämpfen, denn die winterähnlichen Temperaturen am Muttertagswochenende trieben die Verkaufszahlen nicht gerade in die Höhe. Manche Künstler waren dieses Jahr zum ersten Mal hier und konnten noch nicht ganz überzeugt werden, doch andere Stände, die schon seit mehr als 14 Jahren dabei sind, haben Schmidsfelden längst lieben und schätzen gelernt.

„Bei schönem Wetter erinnert mich das Markttreiben an ein ,Bullerbü im Allgäu’ und normalerweise sind hier auch so viele Besucher, dass man die Straße gar nicht mehr sehen kann“, erzählte Künstlerin Gabriele Hallek aus Augsburg. Mit „Kunst, die beflügelt“ war sie bereits zum zehnten Mal hier und hat sich die ein oder andere Stammkundschaft in Schmidsfelden aufgebaut.

Neben Verpflegung und Kunst war auch für Unterhaltung gesorgt. Witz und Theater für Jung und Alt bringt hier schon seit Jahren das Kasperletheater aus Immenstadt auf die Bühne. Ein Höhepunkt waren auch die Glasbläser. Sie ließen sich in der historischen Glashütte bei der Arbeit auf die Finger schauen. Wer dann noch tiefer in die Materie eindringen wollte, konnte sich mit den Handwerkern aus der Region über ihre Kunst und die Geschichte dahinter unterhalten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen