Mal leise und verspielt, mal drohend und gewaltig

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 Das Bild Umarmung von Lorenz Helfer.
Das Bild Umarmung von Lorenz Helfer. (Foto: Druckhaus Panthera)

In der Galerie im Gotischen Haus wird am Freitag, 24. Mai, um 18.30 Uhr die Ausstellung „Beziehungsportraits“ mit Werken von Lorenz Helfer eröffnet. Es gibt ein Künstlergespräch und Musik von Michael Huber (Tuba und Posaune).

Auf der Suche nach jungen und im süddeutschen Raum noch nicht gezeigten Künstlern geht der Galeriekreis Leutkirch über die Landesgrenze hinaus und konnte laut Pressemitteilung einen jungen Künstler aus Vorarlberg für eine über den Sommer währende Ausstellung im Gotischen Haus gewinnen. Lorenz Helfer aus Bregenz zeigt seine zum Teil sehr großformatigen Arbeiten, in denen er sich mit Beziehungen in einem breiteren Sinn auseinandersetzt – mal leise, verspielt und zärtlich, mal drohend, gewaltig.

Zwei unterschiedliche Elemente stehen in Verbindung zueinander, sollen auf die Bewegung des Partners reagieren und so eine Korrespondenz zwischen ihnen zu erzeugen. Was anfangs abstrakte Form war, entwickelte sich über den Umweg von Stillleben zu konkreten Objekten wie Teekannen und Sesseln – zuletzt zu Personen.

Lorenz Helfer arbeitet intuitiv, direkt, ohne Vorzeichnungen. „In dem Moment, wo ich anfange, weiß ich nicht, was entstehen wird. Die Themen kommen zu mir. Ich werde selbst überrascht. Ich arbeite nach keinem Konzept, weil es den Prozess des Malens zu einer reinen Ausführung machen würde, zur Illustrierung einer Idee“, sagt er.

Lorenz Helfer, geboren 1984 in Hohenems, studierte von 2002 bis 2007 an der Universität für angewandt Kunst in Wien Malerei. Diverse Stipendien und Residenzen unter anderem in Bilbao, Lissabon und Paliano folgten. 2015 erhielt er den Förderpreis des Landes Vorarlberg.

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