Lieferprobleme: Breitbandausbau der Telekom verzögert sich

Lesedauer: 3 Min

Der Breitbandausbau stockt, weil Engpässe bei den Verteilstationen entstanden sind.
Der Breitbandausbau stockt, weil Engpässe bei den Verteilstationen entstanden sind. (Foto: dpa)
Redakteur Bad Wurzach
Redakteur Leutkirch

Beim Breitbandausbau der Deutschen Telekom kommt es in einigen Teilen Leutkirchs erneut zu Verzögerungen. Der Grund: Lieferprobleme für die Technik der Multifunktionsgehäuse (Straßenverteiler). Das teilt das Unternehmen auf Anfrage der „Schwäbischen Zeitung“ mit.

Betroffen sind die Ortschaften Reichenhofen, Unterzeil und Herbrazhofen. Wann dort das schnelle Internet zur Verfügung steht, kann Hubertus Kischkewitz, Telekom-Pressesprecher, derzeit noch nicht abschätzen. Klar ist jedoch, dass die neuen Anschlüsse in Diepoldshofen und Mailand mittlerweile gebucht werden können. Hinzu kommen einige Teilgebiete von Unterzeil und Herbrazhofen.

„Unsere Zulieferer haben leider Engpässe beim Aufstellen der neuen Straßenverteiler beziehungsweise beim Aufrüsten dieser Gehäuse mit der Übertragungstechnik. Wir bedauern das sehr“, erklärte Kischkewitz bereits vor einigen Monaten. Geändert hat sich an den Lieferproblemen bisher nicht viel. Die Verantwortlichen hoffen weiterhin, dass die Netzkomponenten so schnell wie möglich installiert werden können.

Konkret geht es dabei um die Ausstattung der Multifunktionsgehäuse – der grauen Kästen an den Straßenrändern. Darin befindet sich laut Kischkewitz „Hightech auf engstem Raum“. Ein Bauteil nimmt die Datenpakete aus dem Glasfaser entgegen und verteilt sie auf die Kupferkabel der Kundenanschlüsse. Zudem befinden sich in den Gehäusen etwa die Stromzufuhr, die Belüftung und Signalverteiler.

Wer sich an das neue Glasfasernetz anschließen lässt, darf mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde rechnen. Diese 100 Megabit werden allerdings kaum in einem Haushalt tatsächlich ankommen. Denn das Glasfaser – 26 Kilometer sind nach Unternehmensangaben verlegt worden – führt nur bis zu den Multifunktionsgehäusen. Von dort aus geht nach wie vor ein Kupferkabel bis ins Haus. Die Folge: Je weiter das Gebäude vom Verteilerkasten entfernt ist, desto schwächer das Signal.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen