Leutkircher Polizeirevier hat einen neuen Chef

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 Achim Staudenmaier (links) ist neuer Revierleiter in Leutkirch. Gerd Stiefel (Mitte) setzt ihn in das neue Amt ein. Ferdinand
Achim Staudenmaier (links) ist neuer Revierleiter in Leutkirch. Gerd Stiefel (Mitte) setzt ihn in das neue Amt ein. Ferdinand Hofmann (rechts) wurde hingegen verabschiedet. (Foto: Simon Nill)
Redakteur Leutkirch

Das Leutkircher Polizeirevier hat einen neuen Chef. Seit wenigen Wochen leitet Achim Staudenmaier, Erster Polizeihauptkommissar, die Geschäfte an der Karlstraße. Am Freitag ist der 46-Jährige im Bocksaal offiziell in das Amt eingeführt worden. Gleichzeitig verabschiedeten die Anwesenden Ferdinand Hofmann, der das Polizeirevier zuletzt kommissarisch geleitet hatte, in feierlichem Rahmen in den Ruhestand.

Achim Staudenmaier freut sich auf seine neue Aufgabe. Das macht er in einer Ansprache an die rund 50 Gäste – unter anderem Polizisten sowie Vertreter der Kommunalpolitik und der „Blaulichtfamilie“ – deutlich. Für die Menschen vor Ort ansprechbar sein, über aktuelle Geschehnisse Bescheid wissen und „in der Situation sein“ – das sind einige der Ansprüche, die der frischgebackene Leiter an sich selbst stellt. Er sei bereit, für „eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit allen Beteiligten. Staudenmaier werde gemeinsam mit seinem Team „an der Weltrettung mitarbeiten“, ist er sich sicher.

Zuvor war der 46-Jährige als stellvertretender Revierleiter in Stockach tätig. Das „schöne Leutkirch“ und die Möglichkeit, ein Revier in vorderster Front zu leiten, hätten ihn dazu verleitet, in das württembergische Allgäu zu wechseln. Ein Umzug nach Leutkirch geht für ihn mit der neuen Aufgabe einher. Denn: „Ein Revierleiter muss vor Ort leben.“ Sein erster Eindruck vom Revier an der Karlstraße sei ein postiver. Sein Vorgänger, Ferdinand Hofmann, habe ihm ein „gut bestelltes Haus“ übergeben. „Es scheint alles zu passen“, meint Staudenmaier.

Ferdinand Hofmann, ebenfalls Erster Polizeihauptkommissar, hat derweil vor einigen Tagen nach fast 44 Dienstjahren seinen Ruhestand angetreten. Seit Herbst 2015 war er in Leutkirch ursprünglich als stellvertretender Revierleiter tätig. Zuvor leitete der 60-Jährige unter anderem das Polizeirevier Wangen sowie den Posten in Isny. In einer kurzen Abschiedsrede dankte er den Gästen für die „sehr gute Zusammenarbeit“. Es sei dabei viel diskutiert worden, was Hofmann als „gut“ bewertete, um gemeinsam die jeweils beste Lösung zu finden.

Die Verabschiedung sowie auch die Amtseinführung übernahm am Freitag Gerd Stiefel, Leitender Kriminaldirektor. Unter anderem wegen seines „freundlichen, angenehmen und kollegialen Umgangs“ lasse er Ferdinand Hofmann nur ungern ziehen. „Sie waren mit Haut und Haar hinter ihrer Mannschaft“, lobte Stiefel. Nachdem Polizeirat Björn Maurer rund ein Jahr nach seiner Amtseinsetzung als Leutkircher Revierleiter ins Innenministerium wechselte, übernahm Hofmann im Herbst 2017 die kommissarische Leitung.

Lobende Worte fand der Leitende Kriminaldirektor auch für Achim Staudenmaier. Während seiner Zeit in Stockach habe er einen „sehr positiven Fußabdruck hinterlassen“. Der Posten als Revierleiter ist seiner Einschätzung nach eine „anspruchsvolle, tolle Aufgabe“. Dazu zähle unter anderem, dass die Verantwortung für die Sicherheit der vor Ort wohnenden Bürger getragen wird.

„Bereichernde Zusammenarbeit“

„Wir leben in Zeiten, in denen es uns gut geht“, sagte Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle in einer kurzen Ansprache. Die Kriminalitätsrate sinke, ebenso die Zahl der Unfälle. Verantwortlich dafür sind – wie der Rathauschef sagt – zum Großteil viele Polizisten, „die ihren Kopf und manchmal noch mehr hinhalten“. Dankesworte richtete Henle auch an Ferdinand Hofmann. Er sprach von einer „bereichernden und wertschätzenden Zusammenarbeit“, durch die er einiges habe lernen können.

Auch die „allgemeine Sicherheitslage“ kam bei der Veranstaltung im Bocksaal zur Sprache. Wie Kriminaldirektor Gerd Stiefel ausführte, wird in den kommenden Wochen ein Schwerpunkt der Polizei auf der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen liegen.

Das sei vor allem in der „dunklen Jahreszeit“ nötig, um das Sicherheitsgefühl der Bürger zu gewährleisten. Wichtig ist laut Stiefel darüber hinaus die „Bekämpfung der Kriminalität durch Zuwanderung“. Zudem gelte es, Hetzen und Gerüchten in sozialen Netzwerken entgegenzutreten.

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