Leutkircher Handballer verlieren Abstiegskrimi

Lesedauer: 4 Min
Johannes Bauhofer (am Ball) steuerte vier Treffer bei, das reichte aber nicht zum entscheidenden Leutkircher Punktgewinn.
Johannes Bauhofer (am Ball) steuerte vier Treffer bei, das reichte aber nicht zum entscheidenden Leutkircher Punktgewinn. (Foto: Paul Gantner)
Sportredakteur

Nach einer Saison müssen die Handballer der TSG Leutkirch wieder den bitteren Gang in die Bezirksklasse antreten. Ein Punkt gegen den direkten Konkurrenten HV RW Laupheim II hätte vor etwa 300 Zuschauern in der Seelhaushalle schon gereicht, um in der Bezirksliga Bodensee-Donau zu bleiben. Trotz einer starken Anfangsphase hieß es am Ende aber 26:28 (14:13) aus Leutkircher Sicht. Laupheim hat dadurch den direkten Vergleich gewonnen und bleibt drin.

Abgekämpft, enttäuscht und mit leerem Blick standen die Leutkircher Handballer am Samstagabend nach Schlusspfiff auf dem Feld, während daneben die Laupheimer Württembergligareserve den Klassenerhalt feierte. TSG-Trainer Manfred Folter rief seine Mannschaft schnell zusammen, um die Spieler aufzumuntern. „Keiner hängt den Kopf runter. In fünf Wochen geht die Vorbereitung auf die neue Runde los. Und wir steigen sofort wieder auf“, habe er ihnen gesagt, berichtete Folter wenig später. Die Gründe für die Niederlage sah der Trainer in der größeren Cleverness der Laupheimer: „Deswegen haben sie gewonnen.“ Tatsächlich stellten sich aber zunächst die Leutkircher clever an, ließen in der Abwehr wenig zu, erspielten sich zuerst einen kleinen Vorsprung, zogen sogar auf 10:4 (18. Minute) davon – brachten sich dann aber selbst aus dem Rhythmus. Eine doppelte Leutkircher Unterzahl ließ den schönen Vorsprung wieder schmelzen. Laupheim kam zunächst auf 12:9 (24.) heran, glich dann sogar zum 13:13 (29.) aus. Dank Michael Willburgers Tor ging Leutkirch immerhin mit einer Führung in die Pause.

Nach dem Wechsel konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Beiden ging das Tempo nach und nach an die Substanz, die kämpferischen Akzente waren nun entscheidend. Knapp drei Minuten vor dem Ende dann die entscheidenden Momente dieser Partie. Beim Stand von 25:26 aus Leutkircher Sicht leistete sich die TSG einen Ballverlust und konnte den Gegenangriff nur auf Kosten eines Siebenmeters stoppen. Diesen verwandelte Marc Heiler für Laupheim sicher. Als wenig später auch noch Michael Gantner auf die Strafbank musste, war der Traum vom Klassenerhalt endgültig ausgeträumt.

„Es waren Kleinigkeiten“, sagte ein enttäuschter Manfred Folter. Die entscheidenden Punkte habe seine Mannschaft schon vor drei Wochen in Lauterach vergeben: „Hätten wir das Spiel gewonnen, wäre danach alles andere egal gewesen.“ So lief alles auf den Abstiegskrimi gegen Laupheim hinaus – mit dem schlechteren Ende für Leutkirch.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen