Leutkircher Bank hat gutes Geschäftsjahr hinter sich

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Der Vorstand der Leutkircher Bank (von links): Hans Peter Häusele, Georg Kibele, Rosemarie Miller-Weber, Stefan Scheffold und Ka
Der Vorstand der Leutkircher Bank (von links): Hans Peter Häusele, Georg Kibele, Rosemarie Miller-Weber, Stefan Scheffold und Karl Josef Högerle. (Foto: Sabine Centner)
Sabine Centner

Auf ein gutes Geschäftsjahr kann die Leutkircher Bank zurückblicken. Wie Vorstandsvorsitzende Rosemarie Miller-Weber am Dienstag berichtete, beträgt die durchschnittliche Bilanzsumme der Genossenschaftsbank für 2015 rund 1087 Millionen Euro. „Das entspricht einem Wachstum von 5,1 Prozent“, so Miller-Weber. Gestiegen seien nicht nur das Kundenkredit- und das Anlagevolumen, auch das Eigenkapital sei im vergangenen Jahr weiter gestärkt worden.

2,39 Milliarden Euro betreutes Kundenvolumen

Zusammen mit ihren Vorstandskollegen Hans Peter Häusele, Karl Josef Högerle, Georg Kibele und Stefan Scheffold untermauerte Miller-Weber den Erfolg ihres Hauses mit Zahlen. So sei etwa das betreute Kundenkreditvolumen gegenüber 2014 um 5,4 Prozent auf 998 Millionen angewachsen. Das Kundenanlagevolumen habe um 4,4 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro zugenommen– ein Plus in Höhe von 58 Millionen Euro. Das gesamte betreute Kundenvolumen lag demnach im vergangenen Geschäftsjahr bei 2,39 Milliarden Euro, was einen Zuwachs von 109 Millionen gegenüber 2014 bedeutet.

Als Bilanzsumme schlugen Ende 2015 1072 Millionen Euro zu Buche, und auch das Eigenkapital nahm um 8,1 Prozent auf 102 Millionen Euro zu. Für die Bank eine besonders wichtige Zahl: „Ums Eigenkapital dreht sich alles“, machte Miller-Weber klar. Den aktuellen Mitgliederstand von 28 000 will man im Laufe des aktuellen Jubiläumsjahrs auf 30 000 schrauben.

Und noch eine Zahl liegt Miller-Weber besonders am Herzen: „Wir haben 2015 rund 200 000 Euro an Spenden in die Region gegeben – eine ganz wichtige Größe und ein Auftrag für uns als Genossenschaftsbank.“ Die Mitarbeiterzahl ist um drei auf 273 angestiegen, 29 Auszubildende und Studenten waren im vergangenen Jahr bei der Bank beschäftigt.

Niedrigzins als Riesenherausforderung

Als „Riesenherausforderung für die gesamte Bankenlandschaft“ bezeichnete der Vorstand der Leutkircher Bank die aktuelle Niedrigzinsphase. Eine Phase im Übrigen, deren Ende nicht absehbar sei. „Mindestens fünf Jahre“, so die Einschätzung der Banker, werde man mit dieser politisch so gewollten Situation leben müssen. Dauerhaftes Niedrigzinsumfeld aber bedeute massiven Rückgang im Zinsüberschuss.

Immerhin: „Minuszinsen beim Privatkunden sehe ich nicht“, gab Rosemarie Miller-Weber fürs Erste Entwarnung.

Anders bei Firmenkunden, dort werde der Minus- oder Verwahrzins „eines Tages ziehen“. Schließlich zahle die Bank selbst bereits jetzt Minuszinsen für Gelder, die bis zu sieben Jahren angelegt werden. „Eine Falle, in der alle Banken sitzen, und die das Ergebnis aller Banken drückt“, so das Fazit des Leutkircher-Bank-Vorstands.

Digitalisierung, Fusionsdruck, steigende Regulatorik – mit diesen Stichworten benannte Miller-Weber die weiteren Herausforderungen für ihr Haus in der Zukunft. Als dessen Stärken benannte sie eine gute Marktposition und die hohe Kundenzufriedenheit. Dies nicht zuletzt auf der Basis einer „ganzheitlichen Beratung“ in den Bereichen Altersvorsorge, Investmentanlagen oder -sparen sowie im Bausparbereich.

Geschäftsstellen ausgebaut

Viel Geld in die Hand genommen habe die Bank mit dem Ausbau der Geschäftsstellen in Bad Waldsee und Bad Wurzach zu „weiter gestärkten Kompetenzzentren“: Die Umbaumaßnahmen stellten mit insgesamt 4,35 Millionen Euro die größten Investitionen seit dem Bau des Bankgebäudes in Leutkirch vor 26 Jahren dar. Im Juni sollen demnach nicht nur die Geschäftsstellen Mittelurbach und Michelwinnaden in Bad Waldsee, sondern auch Eintürnen, Haidgau, Hauerz und Ziegelbach in Bad Wurzach eingebunden sein. Mit den 13 Zweigstellen sei die Bank nah am Kunden und stelle ihre Zukunftsfähigkeit sicher.

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