Leutkirch erlebt Uraufführung eines Schickedanz-Werkes

Lesedauer: 3 Min
 Die Dozenten der Sommerakademie Leutkirch (von links) Christoph Schickedanz (Violine), Roland Glassl (Bratsche und künstlerisch
Die Dozenten der Sommerakademie Leutkirch (von links) Christoph Schickedanz (Violine), Roland Glassl (Bratsche und künstlerische Leitung) und Jan Ickert (Violoncello). (Foto: VHS Leutkirch)
Schwäbische Zeitung

Zeugen einer Uraufführung werden die Besucher des Meisterkonzerts zur Eröffnung der 17. Sommerakademie Leutkirch am Montag, 27. Juli, um 18 und 20.30 Uhr in der Festhalle Leutkirch. Bratschist Roland Glassl spielt gemeinsam mit seiner Frau Cornelia erstmals vor Publikum eine neue Komposition seines Freundes und Kollegen Christoph Schickedanz. Das teilt die veranstaltende VHS Leutkirch mit.

Der Hamburger Violin-Professor Christoph Schickedanz, Jahrgang 1969, seit dem Gründungsjahr 2004 Dozent bei der Sommerakademie Leutkirch, tritt seit einigen Jahren nicht nur als Instrumentalpädagoge und Virtuose in Erscheinung, sondern auch als Tonsetzer. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Dozenten der Leutkircher Sommerakademie ein Werk des in Hamburg lehrenden Geigers, ein Klavier-Quartett, aufgeführt. Diesmal gibt es eine Komposition für Bratsche und Klavier: Metamorfosi per Viola e Pianoforte.

Eröffnen werden die Professoren Christoph Schickedanz (Hamburg, Violine), Roland Glassl (München, Viola) und Jan Ickert (Frankfurt, Violoncello) das Meisterkonzert mit einem Beitrag zum Beethovenjahr 2020. Die Serenade op. 8 ist ein Jugendwerk Ludwig van Beethovens.

Robert Schumanns energie- und gefühlsgeladenes, zunächst für F-Horn und Klavier geschriebenes Adagio und Allegro op. 70 spielt Cello-Professor Jan Ickert gemeinsam mit Tomoko Ichinose (Klavier). Das Adagio hieß ursprünglich Romanze und zeigt auffallende Ähnlichkeiten zum Adagio aus Schumanns 2. Sinfonie.

Der Pariser Komponist Ernest Amédée Chausson ist heute fast nur noch durch sein klangschönes und rhapsodisches „Poème“ für Violine und Klavier op. 25 bekannt. Christoph Schickdanz spielt dieses gemeinsam mit der Münsteraner Pianistin Eun-Jung Son, die in diesem Jahr anstelle von Alexei Petrov (Minsk) Klavierbegleiterin der Geigenklasse ist. Petrov konnte vor dem Hintergrund der Corona-Krise sein Heimatland Weißrussland nicht verlassen.

Als stimmungsvollen Abschluss des Meisterkonzerts spielen die drei Streicher gemeinsam mit Tomoko Ichinose „Ständchen und Arabischer Marsch“ für Klavier-Quartett von Richard Strauß.

Insgesamt stehen zweimal 99 nummerierte Sitzplätze zur Verfügung. Karten gibt es bei der Touristinfo Leutkirch, Telefon 07561 / 87154 und online über den Ticketdienstleister Reservix. Restkarten gibt es an der Abendkasse ab 17.15 und 19.45 Uhr.

Meist gelesen in der Umgebung

Die Kommentarfunktion ist für Sie aktuell gesperrt. Bitte wenden Sie sich an unseren Kundenservice für weitere Infos.
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen

Leser lesen gerade