Lesungen zweier Autoren-Generationen

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 Lukas Rietzschel
Lukas Rietzschel (Foto: Gerald von Foris)
Schwäbische Zeitung

Zwei Roman-Autoren lesen in diesem Frühjahr in Leutkirch aus ihren Bestsellern: Am 9. April, kommt laut Ankündigung einer der interessantesten Vertreter der jüngsten Autorengeneration nach Leutkirch: Lukas Rietzschel. Am 10. Mai werde dann einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller im Rahmen des Allgäuer Literatur-Festivals in Leutkirch lesen, so die Mitteilung: Bodo Kirchhoff.

Mit dem Gastspiel des Jung-Autors Lukas Rietzschel setzt die Volkshochschule die Kooperation mit der Geschwister-Scholl-Schule fort. Rietzschel, Jahrgang 1994, wird am Dienstag, 9. April, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek aus seinem Roman „Mit der Faust in die Welt schlagen“ vorlesen. Anderntags ist der junge Autor zu einem Workshop zu Gast in der Geschwister-Scholl Schule.

Erstmals stehen in dieser Reihe ein laut Veranstalter aufsehenerregendes Romandebüt und ein sehr junger Autor im Blickpunkt: Rietzschel beschreibt in seinem Roman zwei Brüder, ein Dorf in Ostsachsen und eine Wut, die immer größer wird. „Mit der Faust in die Welt schlagen“ ist ein Roman, der dem Lebensgefühl des Abgehängtseins einen unverwechselbaren Sound gibt. Eine literarische Auseinandersetzung mit einem nach der vollzogenen Einheit zutiefst zerrissenen Land.

Seit Jahrzehnten gehört Bodo Kirchhoff, so die Veranstalter, zu den wichtigsten deutschsprachigen Romanautoren. Im vergangenen Herbst legte er den autobiografischen Roman „Dämmer und Aufruhr“ vor. Aus diesem Buch wird Kirchhoff am Freitag, 10. Mai, um 19.30 Uhr im Bocksaal lesen. Die Stadt Leutkirch veranstaltet diese Lesung als Beitrag zum Allgäuer Literaturfestival, das mit Lesungen namhafter Autoren vom 8. bis 25. Mai im bayrischen und des württembergischen Allgäu stattfindet. Leutkirch beteiligt sich zum ersten Mal an diesem grenzüberschreitenden Festival.

In seinem Roman „Dämmer und Aufruhr“ dringt Kirchhoff in die Tiefen des eigenen Abgrunds vor. Dabei erzählt er vom Eros einer Kindheit und Jugend, davon, wie Wörter zu Worten wurden und daraus schließlich das eigene Schreiben. Kirchhoff, geboren 1948, lebt in Frankfurt am Main und am Gardasee. Nach seinen Romanen „Die Liebe in groben Zügen“ (2012) und „Verlangen und Melancholie“ (2014) wurde Kirchhoff für seine Novelle „Widerfahrnis“ (2016) mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet.

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