Lea Waldhoff fällt am Berg zurück

Lesedauer: 6 Min

Beim Radrennen in Schönaich blieb die Leutkircherin Lea Waldhoff (vorne) als Siebte hinter ihren Erwartungen zurück.
Beim Radrennen in Schönaich blieb die Leutkircherin Lea Waldhoff (vorne) als Siebte hinter ihren Erwartungen zurück. (Foto: Heine)
Schwäbische Zeitung

Radsportler der TSG Leutkirch sind bei Frühjahrsklassikern und Bundessichtungsrennen am Start gewesen. Lea Waldhoff blieb in Schönaich hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Timo Funk und Valentin Kegreiß liegen in der Gesamtwertung des Heuer-Cups auf Rang zwei.

Nach dem Schmolke-Carbon-Cup fand in Schönaich bei Böblingen das erste große Straßenrennen der Saison statt. Das Rennen, das bereits zum 44. Mal ausgetragen wurde, zählt als Frühjahrsklassiker zu den traditionsreichsten Rennen im süddeutschen Raum und lockt ein hochkarätiges Starterfeld an. Im Rennen der weiblichen Jugend startete Lea Waldhoff von der TSG Leutkirch. Sie hatte sechs Runden mit je neun Kilometern zu fahren. Der Rundkurs hatte ein welliges Profil mit dem Wolfenberg, der kurz vor dem Ziel bis zu zwölf Prozent steil ist. Gegen eine sehr starke Konkurrenz war die Form von Lea Waldhoff am Berg noch nicht ausreichend, um mit den besten Fahrerinnen mitzuhalten. Sie erreichte dennoch einen guten siebten Platz, blieb damit jedoch hinter ihren Erwartungen zurück.

Das Rennen der Elite-Amateure führte über 16 Runden, insgesamt also 144 Kilometer, wobei knapp 2000 Höhenmeter zurückgelegt werden mussten. Im international besetzten Feld mit etwa 200 Startern waren von der TSG Timo Funk und Valentin Kegreiß am Start. Die Anfangsphase des Rennens war nervös und von vielen Attacken und einem enormen Tempo von 44 Kilometern pro Stunde geprägt. Funk zeigte sich mehrmals vorne, beide Leutkircher verpassten jedoch eine zehn Mann starke Spitzengruppe. In der letzten Runde gelang es beiden, vorne im Feld über den entscheidenden Berg zu fahren und diese Position auch bis ins Ziel zu verteidigen. Am Ende stand ein 22. Platz für Kegreiß und Platz 31 für Funk zu Buche.

Das Rennen zählt zur größten Rennserie in Baden-Württemberg, dem Heuer-Cup. Hier liegen die beiden Leutkircher, punktgleich mit mehreren Fahrern, auf dem zweiten Platz. Dies, weil in der Spitzengruppe Fahrer ausländischer Teams waren, die nicht an der Rennserie teilnehmen. Der Sieg in Schönaich ging an Jannik Steimle vom Österreichischen KT-Team Vorarlberg. Lea Waldhoff war außerdem noch in Börger in Niedersachsen beim Bundessichtungsrennen am Start. Hier traf sie auf die stärksten Fahrerinnen ihres Alters aus Deutschland. Ein 13 Kilometer langer Rundkurs wurde insgesamt viermal absolviert. Das Streckenprofil war weitgehend flach, jedoch erforderte die Streckenführung über schmale Straßen hohe Aufmerksamkeit, um immer vorne zu bleiben. In den Runden eins bis drei wurden am Ziel jeweils Punkte für ein Sprinttrikot vergeben, hier zeigte Lea Waldhoff ihre Stärke und sicherte sich in der ersten Runde die volle Punktzahl. Bei der anschließenden Wertung blieb sie mit dem fünften Platz jedoch knapp hinter den Punkterängen. In der letzten Punkterunde war sie wieder vorne, die zehn Punkte reichten Waldhoff zu Platz zwei in der Sprintwertung.

In der letzten Runde wurde die Leutkircherin in harte Positionskämpfe verwickelt, wobei sie in der letzten Kurve auf Rang 25 zurückfiel. Durch ihre Sprintstärke machte sie allerdings noch viele Plätze gut und erreichte auf Rang sechs das Ziel. Ein Außenseitersieg gelang Paula Leonhardt vom SC Berlin. In der Sichtungsrangliste liegt Lea Waldhoff bundesweit auf Rang drei.

Pech im Sprint

Die TSG-Amateurfahrer Timo Funk, Michael Hempfer und Valentin Kegreiß starteten auch beim Frühjahrsklassiker in Zusmarshausen. Hempfer hatte im Rennen der C-Amateure vier Runden, insgesamt 108 Kilometer, zu absolvieren, Funk und Kegreiß im KT-Rennen 135 Kilometer. Entscheidend in diesem Rennen war ein steiler Anstieg (zwölf Prozent) kurz vor dem Ziel. Kegreiß sparte bis zur letzten Runde seine Kräfte, während sich Funk mehrmals an der Nachführarbeit des Feldes beteiligte, um verschiedene Spitzengruppen wieder einzuholen. In der letzten Runde teilte sich im Anstieg das Feld und es entstand eine etwa 30 Mann starke Gruppe. In diese Gruppe schaffte es auch Kegreiß, allerdings wurde er im Sprint behindert und erreichte Platz 16. Dies war durch die starke Besetzung mit KT- und Bundesliga-Teams jedoch ein persönlicher Erfolg für den Leutkircher. Funk kam im Hauptfeld ins Ziel. Hempfer wurde in der letzten Runde durch vor ihm stürzende Fahrer aufgehalten und hatte mit der Entscheidung des C-Rennens nichts zu tun.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen