Kreatives Miteinander ist Trumpf bei den Schloss-Zeiler Musikbällen

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Im hautnahen Ambiente des Unterzeiler Feuerwehrhauses haben die Narren beim Ball der Musikkapelle Schloss Zeil einen außergewöhnlichen, kontrastreichen Abend gegeben – mit Herz und Niveau, kreativ gemeinsam seit bald 40 Jahren gestaltet von den Zeiler Blasmusikern.

Mehr als 60 Akteure

„Es macht uns einfach riesig Spaß und mir werfet alles in die Schale“, so die treffliche Begrüßung von Bernd Weitgasser am Samstagabend im ausverkauften und mit reichlich tropischer Fauna und Flora geschmückten Saal. „Unser Deko-Team ist einfach super toll drauf“, so das große Lob des Vorsitzenden, das auch stellvertretend für alle mehr als 60 Akteure auf der Bühne galt. Unter ihnen und allen voran Andy Wolf, der gewohnt souverän und mit ihm eigenen Begeisterung nicht nur zügig durch das bunt gemischte Programm führte, sondern dieses mit mehreren perfekten Beiträgen maßgeblich bereicherte.

Für prächtige Stimmung sorgte das „Zeiler Fasnets-Urgestein“ gleich von Anfang an mit der „Kennenlern-Massage“ im Publikum und mit dessen Einübung von Geräuschen, die im Programm wiederholt abgerufen wurden. Herzhaft gelang dann den zahlreichen Jungmusikanten mit schwäbisch eingefärbten Versen der „Entchen-Rap“, bevor „Tropenforscher Karle“ (Andy Wolf) mit seiner stimmgewaltigen Gattin (Claudia Miller) und der „Lachketter-Nachbarin“ (Martina Wolf), unterbrochen von einer originellen Stepp-Dance Einlage, bis zum feurigen Finale das Zwerchfell strapazierte.

Bis in die Nacht das Tanzbein schwingen

Nicht fehlen durften natürlich in Baströckchen die „a cappellos“, das mehrstimmige Sextett mit seinem obligaten „Bimberle“ und anderen bekannten Weisen in Allgäuer Mundart. In gleicher Weise gefiel das blas- und singgewaltige Sextett in Lederhosen mit dem „Spargelstecher-Lied“ und dem Ohrwurm „Tirolerland“. Zum Schreien komisch gelangen zudem ein Männer-Tanzquartett, die Probe mit einer „massigen Schnepf“ und der Sketsch von der „Phobie-Selbsthilfegruppe“.

Dazu sehr erheiternd Andy Wolfs Wortspiel vom „Gada-Made“ und G’schichtle vom „Charly im Himmel“. Bestens einstudiert tanzten die jungen „Raubkatzen“ zu einem Potpourri aus dem Dschungelbuch, bevor das Duo Christa Kloss und Markus Kieble, begleitet vom Chaosorchester, mit bekannten Pop-Hits den Saal einheizten. Noch bis in die späte Nacht durfte dann die bunt kostümierte Narrenschar, unterstützt von der „Little-Weiler-Band“, die Tanzbeine schwingen.

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