„Koiner isch grätiger hoim ganga“

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Ein starkes musikantisches Männerquartett: die „Ziegelbacher A-Kapelle“.
Ein starkes musikantisches Männerquartett: die „Ziegelbacher A-Kapelle“. (Foto: Karl-Heinz Schweigert)
Karl-Heinz Schweigert

Im voll besetzten, erwartungsvoll gestimmten Adler-Saal hat sich der Vorsitzende des Leutkircher Vereins landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen, Franz Krug, bei seiner Begrüßung am Mittwochabend geblickt. Gerne nahm er die Gelegenheit wahr, Mathias Schurrle aus Wolfegg und Sandra Maucher aus Osterhofen vorzustellen, die beide nun als ehrenamtliche Geschäftsführer und Kassiererin im Vorstand sind. Mit eingeladen zum alljährlichen Unterhaltungsabend in Ausnang hatte auch der Verband der Landwirtschaftsmeister Leutkirch-Wangen. Dessen war natürlich der Auftritt der „Ziegelbacher A-Kapelle“.

Dabei handelt es sich um ein Männerquartett, das erfolgreich seit gut zehn Jahren musikantisch und kabarettistisch gewürzt mit „G’schichtla“ in „hoimatlicher“ Mundart durch die Lande tingelt. Die Stärken von Kuno Reichle, Bruno Häfele, Walter Strobel und Günter Musch sind in erster Linie ihr harmonisch mehrstimmiger Gesang, zuweilen instrumentell unterstützt von den beiden Letztgenannten mit der Ukulele und dem Akkordeon. Ihr Erfolgsrezept ist einfach wie pfiffig: Weitgehend bekannte Melodien mit erdig bodenständigen Texten in Allgäuer Mundart zu verbinden, angereichert mit humorvoller Moderation in kleinen Sketchen und heiteren Witzen, die sich nur selten der „unteren Schublade“ nähern.

„Wir singen gerne mit viel Spaß“, lautete das Motto der vier Protagonisten, die sich spontan die Bälle zuwarfen und denen der Schalk in ihren Gesichtern deutlich zu sehen war. Mit feinen Wortspielereien und trefflich gesetzten Spitzen („der Ät’na‘ nauf“ und „Reinhold Messner war noch nicht auf dem Wachtbühl“) sowie weit gefassten Themen (vom Kampf der Geschlechter über „jo woisch no“ und Thermomix bis hin zur „Gallablos“, „Botox“ und dem Hit „Bad-Wurzach bei Ziegelbach“) sorgten die vier Mannsbilder für zwei vergnügliche Stunden, die nicht ohne anhaltenden Beifall und zwei Zugaben beendet werden durften.

Keine Frage daher, dass gemäß dem Motto des Abends, „koiner grätiger hoim ganga isch“.

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