Kinder betrachten ihr Zuhause aus der Vogelperspektive

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Glückliche Gesichter: 21 Nachwuchsflieger gehen am Freitagnachmittag im Rahmen des Leutkircher Kinderferienprogramms mit Pilot
Glückliche Gesichter: 21 Nachwuchsflieger gehen am Freitagnachmittag im Rahmen des Leutkircher Kinderferienprogramms mit Pilot Heinz Mauch in die Luft. (Foto: Gisela Sgier)
Redaktionssekretariat

Nicht gerade mit einer Rakete, dafür aber mit einer einmotorigen „Piper PA 28“durften am Freitagnachmittag 21 Mädchen und Buben im Rahmen des Leutkircher Kinderferienprogramms mit Pilot Heinz Mauch in die Luft gehen. Zuvor gab es im Vereinsheim der Fliegergruppe Leutkirch in Unterzeil eine kleine theoretische Einführung – denn Wissen muss auch sein.

So stellte Mauch zunächst nicht nur die Fliegergruppe Leutkirch als Verein vor, sondern weihte die Kinder anhand eines knallgelben Modellflugzeuges in die Geheimnisse der Fliegerei ein. Gleichzeitig erklärte der erfahrene Pilot die Voraussetzungen und Bedingungen, die notwendig für das Erlangen eines Pilotenscheins sind. So gebe es für Interessierte die Möglichkeit, bereits im Alter von 16 Jahren mit dem Motorfliegen zu beginnen. Eine Lizenz könne mit 17 erworben werden. „Wer noch nicht Autofahren darf, darf dafür schon fliegen“, sagte Mauch.

Des Weiteren wollte er von den wissbegierigen Mädchen und Buben den Unterschied zwischen einem Motorflugzeug und eines Segelfliegers wissen. „Es gibt auch Flugzeuge mit Plakaten hintendran“, wusste ein Teilnehmer. Auch stellte Mauch die Frage in den Raum, was denn der Unterschied zwischen dem Flugplatz Unterzeil und jenem in Memmingerberg sei. Eine Frage, die prompt wie aus der Pistole geschossen von einem Jungen richtig beantwortet wurde: „Unterzeil ist für den Sport da und Memmingen zum Transport von Passagieren.“

Mauch freute sich über das Wissen und erklärte schmunzelnd: „Da gibt es aber noch einen wesentlichen Unterschied – während in Unterzeil geflogen wird, stehen in Memmingen die Maschinen wegen des Flugstreiks von Ryanair still.“ Besonders großes Interesse zeigten einige Buben am Looping-Fliegen. „Das geht mit unseren Maschinen nicht. Dafür gibt es spezielle Kunstflugzeuge“, erklärte der Pilot.

Nach einem Besuch bei Flugplatzleiter Theo Kibler im Tower des Unterzeiler Flugplatzes, der den Kindern weitere interessante Informationen vermittelte, sowie einer Besichtigung der Rundhalle, in der die Maschinen untergebracht sind, stieg die Spannung.

Denn jetzt stand das große Vergnügen an: Etappenweise beförderte Heinz Mauch die kleinen Nachwuchsflieger in die Luft. Dabei achtete er darauf, dass die Kinder ganz nach deren Wunsch einmal ihr Zuhause aus der Vogelperspektive betrachten konnten.

Ein Flug dauerte jeweils etwa eine Viertelstunde und führte rund über Leutkirch und die Umgebung. Laut Melanie Müller vom Leutkircher Jugendhaus, die die Gruppe begleitete, habe es für diese Veranstaltung insgesamt 46 Anmeldungen gegeben. Aus Kapazitätsgründen hätten jedoch nur 21 Kinder teilnehmen können. Wer mitmachen durfte, habe fairerweise das Los entschieden.

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