Kegreiß fährt auf Gesamtrang zwei

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Valentin Kegreiß (links) von der TSG Leutkirch wurde beim Schmolke-Carbon-Cup Gesamtzweiter.
Valentin Kegreiß (links) von der TSG Leutkirch wurde beim Schmolke-Carbon-Cup Gesamtzweiter. (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Die Radrennfahrer der TSG Leutkirch sind erfolgreich in die Saison gestartet. Traditionell beginnt das Wettkampfjahr mit dem sechsteiligen Schmolke-Carbon-Cup. In diesem Jahr fanden vom 10. bis 25. März jeweils zwei Rennen pro Woche statt. Alle Rennen waren im Hegau, das Finale wurde in Pfullendorf ausgetragen. Den Serienteilnehmern wird hierbei eine hohe Vielseitigkeit abverlangt, da die Streckenprofile von komplett flach, bis extrem bergig, sehr unterschiedlich sind.

Einen hervorragenden Start in die Rennsaison erwischte der Leutkircher Valentin Kegreiß. Bereits beim ersten Rennen gelang es ihm, auf welliger Strecke und bei starkem Regen, in der Spitzengruppe mitzufahren. Am Ende ging der Sieg jedoch an den Schweizer Lukas Spengler. Dahinter kam Johannes Hermann vom Team Baier Landshut auf Platz zwei und Kegreiß konnte mit Platz drei gleich den ersten Podestplatz einfahren. Lea Waldhoff nutzte dieses erste Rennen als Formtest und gewann die Klasse der weiblichen Jugend sogar mit einer Runde Vorsprung.

Einen Tag später fand in Mühlhausen Ehingen die zweite Etappe statt. Auf einem flachen Kurs bei trockenem Wetter, konnte Lea Waldhoff bereits den zweiten Sieg einfahren. Im Rennen der Amateure startete neben Valentin Kegreiß auch Lars Ulbrich von der TSG.

Lars Ulbrich bricht sich das Schüsselbein

Ulbrich wurde auf halbem Rennens in einen Sturz verwickelt, dabei brach er sich das Schlüsselbein und muss den Saisoneinstieg jetzt um einige Wochen verschieben. Valentin Kegreiß fuhr im geschlossenen Feld mit und erreichte im Sprint den achten Platz. In der Gesamtwertung der Serie lag der Leutkircher nach dem ersten Wochenende auf Rang zwei.

Am 17. März fand das dritte Rennen der Serie in Volkertshausen statt. Das Rennen der Amateure war mit einigen Kontinental-Profis aus Österreich und der Schweiz stark besetzt. Der Rennverlauf war auf der weitgehend flachen Runde, von Wind und einsetzendem Regen geprägt. Kegreiß fuhr dabei sehr aufmerksam und konnte sich im Seitenwind mit einer Spitzengruppe vom Feld lösen. Im Sprint dieser Gruppe erreichte er erneut den dritten Platz und kam somit in der Gesamtwertung wieder näher an Platz eins heran.

Einen Tag später hatten die Fahrer mit absolut schlechten Bedingungen zu kämpfen. Bei Temperaturen unter null Grad, Neuschnee und starkem Ostwind, setzten sich auf der windanfälligen Strecke zwei Fahrer des Team Vorarlberg ab und fuhren einen ungefährdeten Doppelsieg ein. Kegreiß fuhr in der Verfolgergruppe und erreichte Rang sieben.

Eine Woche später fanden die beiden abschließenden Rennen der Serie statt. Die Rennen in Mauenheim und Pfullendorf zählen als äußerst harte Bergrennen. In Mauenheim mussten pro Runde mit drei Kilometern Länge, sogar eine Höhendifferenz von mehr als 100 Höhenmetern überwunden werden. Neben Kegreiß startete in diesem Rennen auch Timo Funk von der TSG. Da Valentin Kegreiß in der Gesamtwertung nur vier Punkte hinter Spitzenreiter Johannes Hermann lag, entwickelte sich ein spannender Zweikampf. Beide Fahrer attackierten sich mehrmals, jedoch konnten die Angriffe immer pariert werden. Am Ende ließ Kegreiß bei einer Attacke etwas zu viel Kraft und konnte den Gegenangriff seines Konkurrenten nicht mehr abwehren. Er erreichte auf Rang sieben das Ziel und verlor zwei Punkte in der Gesamtwertung. Rang zwei in der Serie konnte er jedoch weitegehend absichern. Timo Funk erreichte bei seinem Saisoneinstieg den 17. Platz.

Bei der letzten Etappe in Pfullendorf musste Kegreiß seinen Anstrengungen vom Vortag etwas Tribut zollen. Er fuhr zwar in der Gruppe des Gesamtführenden mit, konnte einer Tempoverschärfung am Ende aber nicht mehr folgen und erreichte erneut den siebten Platz. In der Gesamtwertung konnte ihm mit zwei Podestplätzen der zweite Platz jedoch keiner mehr streitig machen, den Gesamtsieg holte sich Johannes Hermann vom Team Baier Landshut.

Am gleichen Tag startet Timo Funk für sein Bundesligateam Gesundshop24, bei einem großen, international besetztem, Rennen in Frankreich. Auch er konnte eine hervorragende Frühjahrsform unter Beweis stellen und erreichte Rang 24. Das Rennen wurde über knapp 140 Kilometer mit einem Schnitt von 44 km/h gefahren.

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