Kammerchor Cantabile lässt die Weihnachtszeit ausklingen

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 Cantabile singt Werke unter anderem von Dietrich Buxtehude und Camille Saint-Saëns.
Cantabile singt Werke unter anderem von Dietrich Buxtehude und Camille Saint-Saëns. (Foto: Karl-Anton Maucher)
Schwäbische Zeitung

Eine geistliche Abendmusik singt der Kammerchor Cantabile am Sonntag, 19. Januar, um 17 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche. Karten zu zehn, ermäßigt sechs, Euro gibt es ausschließlich an der Abendkasse, die ab 16.15 Uhr besetzt ist.

Der Chor singt unter Leitung seines Dirigenten Stefan Deuschle und wird begleitet von einem Instrumental-Ensemble, an der Orgel sitzt Kirchenmusikerin Christina Dürr. Rolf Waldvogel moderiert die musikalische Andacht zum Ausklang der weihnachtlichen Festzeit.

Am Beginn des etwa einstündigen Programms steht die Kantate „Das neugeborne Kindelein“ von Dietrich Buxtehude, eine barocke Weihnachtskantate für vierstimmigen gemischten Chor, 3 Violinen, Cello und Basso Continuo. Zugrunde liegt ein Text von Cyriacus Schneegaß. Die musikalische Sprache der äußerst farbigen Kantate ist zugleich auch als Begrüßung des neuen Jahres konzipiert. Dietrich Buxtehude, 1637 geboren, wirkte als Komponist und Organist erst in Helsingborg, später in Lübeck.

Romantischer Kontrast

Als romantischen Kontrast stellen die Cantabile-Sänger, begleitet von einem Instrumental-Ensemble, dem frühbarocken Weihnachtsjubel Chorsätze aus dem populären Oratorio de Noël von Camille Saint-Saëns gegenüber. Das 1858 entstandene geistliche Frühwerk des französischen Romantikers gehört zu den am häufigsten aufgeführten weihnachtlichen Werken. Der Katholik Saint-Saëns stellte für sein zehnteiliges Oratorium Texte aus der Vulgata und der lateinischen Weihnachtsliturgie zusammen. Auf die dem Lukas-Evangelium entnommene Verkündigung von Christi Geburt folgen Psalmtexte sowie Textstellen aus dem Johannes- und dem Matthäus-Evangelium.

Zwischen den beiden festlichen Weihnachtsmusiken runden geistliche A-capella-Sätze von Giovanni Pierluigi d Palestrina, Tomas Luis de Victoria, Ola Gleilo und Ernani Aguiar das Programm ab.

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