Johanniter-Weihnachtstrucker sind von ihrer großen Fahrt zurück

Lesedauer: 4 Min
Schwäbische Zeitung

Fünf bewegte Tage und fast 17 000 gefahrene Kilometer liegen hinter den mehr als 150 haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die sich mit dem Johanniter-Weihnachtstrucker am 26. Dezember 2019 auf den Weg nach Bosnien, nach Nord- und Zentral-Rumänien, Bulgarien und in die Ukraine aufgemacht hatten. Wie die Johanniter-Unfall-Hilfe mitteilt, war der Konvoi bereits am ersten Weihnachtsfeiertag nach Albanien gestartet. Jetzt sind sämtliche Sattelschlepper wieder wohl behalten zurück in der Heimat angekommen – auch in Leutkirch. Die Ladeflächen sind leer. Doch die Teilnehmer haben besondere Momente und Erlebnisse mitgebracht.

49 Lastwagen mit 98 ehrenamtlichen Fahrern waren laut Mitteilung in sechs Konvois gemeinsam mit je zwei Konvoi-Leitern sowie zahlreichen Helfern und Fotografen am zweiten Weihnachtsfeiertag Richtung Südosteuropa aufgebrochen. In den Zielregionen wurden die mit 62 390 gespendeten Hilfspaketen voll beladenen Lastwagen voller Vorfreude erwartet. „Teilweise hatten die Kinder schon seit Tagen unserer Ankunft entgegen gefiebert“, sagt Manfred Emmerling, der den Konvoi nach Rumänien-Zentral leitete. Auch ganze Familien und alte Menschen waren, zum Teil sogar mit Pferdefuhrwerken, aus entlegenen Bergdörfern zu den Verteilstellen gekommen. Diese befinden sich, je nach Region, in Schulen, Kirchengemeinden, Klöstern, bei privaten Initiativen oder anderen Hilfsorganisationen in Kleinstädten und Dörfern.

Persönliche Übergabe

„Wir haben wie jedes Jahr versucht, alle Pakete persönlich an die vorab sorgfältig ausgewählten Empfänger zu übergeben“, so Emmerling laut Mitteilung. „Uns ist wichtig, dass tatsächlich die Personen ein Paket bekommen, die dies auch wirklich brauchen. Wir sind sehr froh, dass wir vor Ort wieder tatkräftige Unterstützung von unseren Partnern erhalten.“ Die Johanniter kennen die Partnerorganisationen seit vielen Jahren und halten auch zwischen den Aktionen Kontakt. Die Pakete werden gerade in der kalten Jahreszeit sehnsüchtig von der Bevölkerung erwartet. „Es ist nicht meine erste Tour. Doch auch dieses Jahr bin ich wieder sehr bewegt unter welchen Bedingungen zum Teil die Menschen hier leben müssen,“ sagt Emmerling. „Und trotz ihrer eigenen schwierigen Situation, werden wir so herzlich empfangen und man möchte das wenige mit uns noch teilen.“

Auch die Anteilnahme der daheim gebliebenen Familien, Freunde, Kollegen und Unterstützer ist ganz besonders. Die Fahrer freuen sich, wenn sie all‘ die herzlichen Nachrichten auf der Facebookseite des Johanniter-Weihnachtstruckers lesen: „Es rührt mich einfach, dass so viele Menschen unsere Fahrt begleiten“, sagt ein Fahrer. „Von Herzen sage ich allen Dank, die uns auf diese Weise unterstützen.“

Jetzt heißt es für die Helfer erstmal ankommen, entspannen und die Eindrücke verarbeiten. Hört man sich in ihren Reihen um, so wird schnell klar: Viele sind auch nächstes Mal wieder mit dabei.

Meist gelesen in der Umgebung

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen

Mehr Themen