Jetzt sind sie schlau übers „Nibelgau“

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Redaktionssekretariat

Knapp 20 Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren sind am Samstagmorgen ins Museum im Bock gekommen, um sich im Rahmen der Veranstaltung „Anna und Paul“ über die verschiedenen Leutkircher Fasnets-Zünfte zu erkundigen. Organisiert wurde der Morgen von Sylvia und Roland Hess von der Leutkircher Heimatpflege.

Letzterer begrüßte die Kinder und erklärte das Programm, bevor er die kleinen Teilnehmer zum Aufruf der Leutkircher Fasnets-Hymne aufforderte. Gemeinsam und lautstark ertönte aus Kindesmund: „ Hoorig isch die Katz!“ Prompt gesellten sich zu der kleinen Gesellschaft einige Vertreter der Leutkircher Narrenzünfte, die ihre Gruppen vorstellten.

Die Kinder erfuhren nicht nur deren Geschichte, sondern auch, was es mit der Beschaffenheit der Kostüme und Masken auf sich hat. Geduldig beantworteten die Zunft-Vertreter Fragen der Kinder, bevor diese mit Freude die Masken aufsetzten.

„Ich hatte bisher schon ein bisschen Angst vor den Hexen, weil ich immer dachte, da steckt eine richtige böse Hex’ dahinter“, erklärte ein kleiner Junge. Sylvia Hess machte klar: „Ihr müsst keine Angst haben. Die Narren möchten nichts Böses, die wollen nur den Winter austreiben“. Franziska Holzmüller, eine „Grüne Hex’“ erklärte das genauer: „Die Kinder erhalten von uns bei den Umzügen Guzzis, mit den Älteren machen wir einen Sauhaufen“.

Und schon sprudelte es aus den Kindern heraus: „Was ist ein Sauhaufen? – Ich hatte auch schon mal ganz viel Konfetti in den Haaren! – Im Hexenkarussell würde es mir schlecht !“

Dann führte Burkhard Zorn die Kinder in die Schneegasse in einen sogenannten „Dunk“, den ehemaligen Arbeitsplatz der Weber. Hier hat die Geschichte der Narrenzunft der „Weberknechte“ ihren Ursprung. Und hier erzählte Zorn facettenreich über die knochenharte Arbeit dieser ehemaligen Berufsgruppe und über die Aufgaben der Knechte. „Das war extrem harte Arbeit unter anstrengenden Bedingungen“, betonte Zorn.

Schließlich durften die Kinder mit Vorlagen selber kreativ werden und eigene Masken aus Papptellern basteln, die sie selbstverständlich mit nach Hause nehmen durften.

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