Jede Menge Trödel, Kruscht und Kurioses

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 Richard Eberhard (links) aus Gebrazhofen preist am Samstag beim Haiti-Hallenflohmarkt in der Turnhalle in Gebrazhofen, von sein
Richard Eberhard (links) aus Gebrazhofen preist am Samstag beim Haiti-Hallenflohmarkt in der Turnhalle in Gebrazhofen, von seiner Frau Karin hergestellte Gegenstände aus Zeitungspapier an. (Foto: Gisela Sgier)
Redaktionssekretariat

Zahlreiche Schnäppchenjäger sind am Samstag zum beliebten Hallenflohmarkt in die Turn- und Festhalle nach Gebrazhofen gekommen, der vom „Haiti- Schulprojekt“ organisiert wurde. Verkauft wurden tausende Artikel. Dabei stöberten und feilschten die Besucher nicht nur, sondern nahmen auch viele Dinge mit nach Hause.

Bereits mit der Saalöffnung für die Anbieter um 8 Uhr herrschte reger Besucherandrang. Ein Blick über den Parkplatz zeigte angesichts der Autokennzeichen, dass die Schnäppchenjäger teilweise einen weiten Weg auf sich genommen haben, in der Hoffnung, das eine oder andere gute Stück unter dem Motto „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ zu ergattern. Der Eintritt betrug für Besucher einen Euro.

Ein Betrag, den sich die eine oder andere Person sparen wollte und sich durch ein raffiniertes Vorgehen den Einlass erschlich: „Unter den Besuchern haben sich Leute befunden, die den Anbietern beim Hereintragen der Gegenstände ihre Hilfe angeboten haben und somit kostenlos in die Halle gelangen konnten. Und das bei einem so kleinen Betrag, der für einen guten Zweck gedacht ist“, bedauerte Paula Rauch, Mitorganisatorin des Haiti-Schulprojekts.

50 Anbieter und riesige Auswahl

Wer auf der Suche nach bestimmten Dingen gewesen ist, wurde beim Hallenflohmarkt mit Sicherheit fündig. Denn etwa 50 Verkäufer boten nicht nur ausgediente Gebrauchsgegenstände, sondern auch viel selbst Hergestelltes sowie jede Menge Artikel zum Verkauf an, die eigentlich keiner mehr haben möchte, für den einen oder andern aber von großem Wert sind. Für die Bewirtung mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen sowie mit Leberkässemmeln sorgten etwa zwölf Mitglieder der Laienspielgruppe Gebrazhofen. Unterstützt wurden diese von einer örtlichen Bäckerei sowie von einem Fleischwarenhersteller aus der Nachbarschaft. Der gesamte Erlös aus den Standgebühren, dem Eintrittsgeld, der Bewirtung sowie den Einnahmen aus dem Verkauf von Gegenständen, der von Paula Rauch und ihrem Team organisiert wurde, kommt komplett dem Haiti-Schulprojekt zugute.

Gegründet wurde der Verein für das Schulprojekt auf Haiti im Jahr 2000 von Sieglinde Mayer, die bereits ein Jahr zuvor im Albert-Schweizer-Hospital arbeitete und hier die Armut des Landes kennenlernte. Gemeinsam mit Ricardo Longehamp, dem Leiter des Hospitals, beschloss sie, in Verrettes, einem Ort, der etwa 60 Kilometer außerhalb der Hauptstadt Port-au-Prince liegt und geschätzte 50 000 Einwohner zählt, eine Schule zu bauen. Umgesetzt wurde diese Idee mit dem Baubeginn im Jahr 2004 und der Fertigstellung im Jahr 2009. Es folgten zahlreiche Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen. Außerdem wurde für den Hausmeister, der gleichzeitig auch als Aufpasser arbeitet, im Jahr 2012 eine Wohnung geschaffen.

Finanziert wurden all diese Maßnahmen vom Haiti-Schulprojekt, das nach wie vor für weitere Baumaßnahmen und für Gehälter aufkommt sowie auch für die Schulgelder der Kinder, deren Eltern nicht in der Lage sind, diese zu bezahlen.

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