Jan Ickert unterrichtet neu bei Leutkircher Meisterkursen

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Neuer Cello-Dozent in den Meisterkursen: Jan Ickert.
Neuer Cello-Dozent in den Meisterkursen: Jan Ickert. (Foto: Veranstalter)
Schwäbische Zeitung

Nach zehn erfolgreichen Jahren hat sich der charismatische Cello-Professor Markus Nyikos 2018 von der Sommerakademie Leutkirch verabschiedet. Seine Nachfolge tritt nun der Frankfurter Cellist und Hochschulprofessor Jan Ickert an. 15 junge Cellistinnen und Cellisten aus aller Welt kommen ab 29. Juli nach Leutkirch, um an seinem Unterricht teilzunehmen. Als Solist ist Ickert erstmals in Leutkirch beim Meisterkonzert zur Eröffnung der 16. Sommerakademie am Montag, 29. Juli, um 19.30 Uhr in der Festhalle zu hören.

Laut Vorschau wird er gemeinsam mit der Pianistin Tomoko Ichinose die „Trois Pieces“ für Cello und Klavier der französischen Komponistin Nadia Boulanger (1887 bis 1979) spielen. Ichinose wird als Korrepetitorin die Cello-Klasse der Meisterkurse betreuen.

Jan Ickert studierte er an den Musikhochschulen Wuppertal, Berlin und Frankfurt bei den Professoren Susanne Müller-Hornbach, Andreas Greger und Michael Sanderling. Nach einem Zusatzstudium bei Professor Joseph Schwab absolvierte er 2010 sein Konzertexamen mit Auszeichnung. Zu seiner Ausbildung zählten zahlreiche Meisterkurse und die Zusammenarbeit mit Eberhard Feltz, Bernard Greenhouse, Peter Bruns, Wen-Sinn Yang, Gustav Rivinius, Wolfgang Boettcher, Jens-Peter Maintz und Troels Svane.

Im Jahr 2002 gründete er das Chagall-Quartett Berlin, das Preise bei internationalen Wettbewerben errang (Pergamenschikow-Preis für Kammermusik, Internationaler Joseph-Joachim-Kammermusikwettbewerb sowie beim Deutschen Hochschulwettbewerb). Mit dem Chagall-Quartett gastiert er bei internationalen Festivals, wie etwa den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Mozartfest Würzburg und dem Rheingau-Musikfestival.

Seit Studienzeiten ist Jan Ickert gefragter Solist, Kammermusiker und Orchestercellist im In- und Ausland: 2009/10 war er stellvertretender Solo-Cellist des Opernorchesters Erfurt. Engagements folgten im Orchester der Klangverwaltung (Leitung: Enoch zu Guttenberg), im Kammerorchester Spira Mirabilis, dem Kölner Kammerorchester, der Kremerata Baltica unter Gidon Kremer und als Solo-Cellist des Folkwang-Kammerorchesters Essen sowie in gleicher Position bei der Bayerischen Kammerphilharmonie (Reinhard Goebel). Ickert ist als ständige Aushilfe im HR-Sinfonieorchester, im Opernorchester Frankfurt und im Staatstheater Wiesbaden tätig.

Seine große Leidenschaft ist die Weitergabe seines Wissens in Lehrtätigkeiten an verschiedenen Instituten: 2008 bis 2018 war Jan Ickert Künstlerischer Leiter und Dozent für Cello am Emanuel-Feuermann-Konservatorium der Kronberg Academy. Nach langjährigen Lehraufträgen an den Musikhochschulen Mannheim und Frankfurt hat ihn die Frankfurter Musikhochschule 2017 auf eine Professur für Violoncello berufen. Seine Schüler sind mehrfache Preisträger bei nationalen und internationalen Wettbewerben.

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