In 24 Stunden zum Sieg im Mixed

Lesedauer: 5 Min
 Freude nach erfolgreichen 24 Stunden: das Leutkircher Mountainbiketeam Veloce Speed Club.
Freude nach erfolgreichen 24 Stunden: das Leutkircher Mountainbiketeam Veloce Speed Club. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung

Das Leutkircher Mountainbiketeam Veloce Speed Club ist in Duisburg bei einem der größten 24-Stunden-Rennen Europas mitgefahren. Mehr noch: Die Allgäuer sicherten sich den Sieg in der Wertung der Achter-Mixedteams.

Die Fahrt ins Ruhrgebiet machten jedoch nicht nur die Sportler. Ein großer Tross, neben den Rennfahrern noch Physiotherapeuten, Mechaniker und weitere Betreuer, machte sich auf den Weg nach Duisburg. Nachdem das Fahrerlager aufgebaut und bezogen war, hatten die acht Leutkircher Fahrer (drei Frauen, fünf Männer) Gelegenheit, die laut Mitteilung „sehr besondere und abenteuerliche Strecke“ in Augenschein zu nehmen. Der Kurs mit etwa acht Kilometern Länge führt mitten durch den Landschaftspark Duisburg, der rund um ein stillgelegtes Hüttenwerk entstand, und somit ein Stück deutsche Industriegeschichte darstellt. Die Strecke an sich wies mit mehreren kleinen Hügeln mit insgesamt 80 Höhenmetern keine besonders großen Schwierigkeiten auf.

Geänderte Taktik in der Nacht

Am Abend vor dem Rennen gab es allerdings ein starkes Gewitter, was die Strecke fahrtechnisch etwas schwerer machte. Die Teammitglieder des Veloce Speed Clubs, die die Nacht im Fahrerlager unter freiem Himmel verbrachten, ließen sich durch das schlechte Wetter nicht beeindrucken. Das vielseitig aufgestellt Team, vom 20- bis über 50-jährigen Teilnehmer, bildeten Teamchefin Jutta Schubert, Andrea Kauf, Anika Schubert, Max Engel, Tobias Malang, Ralf Schönfeld, Ralph Hoß und Valentin Kegreiß. Um 12 Uhr fiel bei trockenem Wetter der Startschuss zur ersten Runde. Max Engel als Mountainbikespezialist mit guten fahrtechnischen Fähigkeiten brachte Veloce sofort in eine gute Position – was bei einem Fahrerfeld mit mehr als 2000 Startern von großer Bedeutung war.

Nach einer Stunde führten die Leutkircher die Mixedwertung an. Die Allgäuer hatten einen guten Rennrhytmus gefunden, jede Runde wechselten sich die Fahrer ab. Auch die Regel, dass in der Mixedwertung mindestens 30 Prozent der Runden von Frauen gefahren werden müssen, stellte für das Veloce-Team kein Problem dar. Am berüchtigten Monte Schlacko, einem steilen Anstieg in der Runde, gelang Jutta Schubert sogar die schnellste Zeit aller Frauen auf diesem Abschnitt. Damit sicherte sie sich die Bergwertung als Sonderpreis.

Nachdem die Leutkircher am Abend bereits eine Runde Vorsprung auf die Zweitplatzierten herausgefahren hatten, wurde sdie Taktik umgestellt. Für etwas mehr Erholung in der Nacht wurden im Wechsel je zwei Runden gefahren, was für die weiteren Teammitglieder eine längere Schlafpause bedeutete.

Am Morgen schöpfte das Team mit den ersten Sonnenstrahlen wieder neue Energie. Schnell zeigte sich, dass die Strategie für die Nacht die richtige gewesen war. Der Vorsprung war bis zum Morgen auf mehr als zwei Runden angewachsen. Die letzten Stunden galt es daher, den Vorsprung zu verwalten und kein Risiko mehr einzugehen. Teamchefin Jutta Schubert fuhr um kurz vor 12 Uhr die letzte Runde. Im Ziel wurde sie von allen Teammitgliedern, Helfern und Betreuern erwartet. Ohne einen Defekt oder größeren Sturz waren die Leutkircher durchgekommen und feierten nach dem zweiten Platz von 2017 nun den Gesamtsieg.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen