„Helfen bringt Freude“: Tukolere Wamu unterstützt Gesundheitszentrum in Togo

Redaktionsleiter

Seit vielen Jahren leistet der Verein Tukolere Wamu in afrikanischen Ländern Hilfe zur Selbsthilfe. In mehr als 100 Projekten geht es zum Beispiel darum, Schulgebäude und Krankenhäuser zu renovieren, oder Anschubfinanzierungen für vielversprechende Initiativen zu ermöglichen, die unter anderem die Bildung und die Gesundheit der Menschen vor Ort fördern.

„Wir decken in der Regel keine laufenden Kosten, sondern unterstützen am liebsten Projekte, die abgeschlossen werden“, sagt die Leutkircherin Gerlinde Brünz, stellvertretende Vorsitzende des Vereins. In den kommenden Monaten will Tukolere Wamu mit seinen mehr als 300 Mitgliedern, viele davon stammen aus dem Allgäu, ein Gesundheitszentrum in Klonou im südwestlichen, ländlichen Raum von Togo unterstützen. Zwischen zehn und 15 Patienten aus zwei Dörfern mit insgesamt rund 1600 Einwohnern werden dort täglich behandelt.

Undichtes Dach macht Probleme

Wie Gerlinde Brünz berichtet, sei das Gebäude dringend renovierungsbedürftig. Vor allem das undichte Dach bereite viele Probleme. Aber auch die Außen- und Innenwände sowie die Decken müssten ausgebessert und frisch gestrichen werden. Für dieses Projekt will Tukolere Wamu die Spenden einsetzen, die dem Verein im Rahmen der SZ-Weihnachtsaktion „Helfen bringt Freude“ zur Verfügung gestellt werden.

Direkt neben dem Gesundheitszentrum im Gebiet Agou befindet sich das Haus einer Hebamme, die dort tätig ist. Auch ihr Dach soll mit Hilfe von Tukolere Wamu erneuert werden. Im Krankenhaus arbeiten derzeit zudem ein Laborant und ein Pfleger – einen fest angestellten Arzt gibt es nicht. Behandelt werden Einheimische, die unter anderem mit Malaria, Lungenerkrankungen oder Durchfall zu kämpfen haben. Hinzu kommen zwischen fünf und acht Entbindungen im Monat.

Angst vor Corona-Ansteckung

Von Projektpartnern aus dem Südwesten von Togo weiß Brünz, dass seit Beginn der Corona-Pandemie tendenziell weniger Einwohner den Weg in das Krankenhaus suchen. „Viele haben Angst vor einer Ansteckung“, berichtet die Leutkircherin – mit teilweise fatalen Folgen für die Gesundheit der Togoleser. Mittlerweile steige die Zahl der Patienten aber wieder peu à peu.

Und auch in den Schulen in Togo sei wieder ein Stück Normalität eingekehrt. „Alle Schüler sind wieder zurück“, erzählt Brünz. Generell habe sich die Situation für zahlreiche Togoleser durch die Pandemie allerdings verschlechtert. „Viele sind noch ärmer geworden.“ Denn über zahlreiche Wochen hinweg sei wegen Corona-Beschränkungen der Handel, der die Lebensgrundlage zahlreicher Menschen bildet, nicht mehr möglich gewesen.

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