Gruschwitz investiert weitere 1,85 Millionen Euro

Lesedauer: 4 Min

Der Hochbau kann beginnen: Klaus Gudat (links) und Ditmar Schultschik erläutern die Planungen.
Der Hochbau kann beginnen: Klaus Gudat (links) und Ditmar Schultschik erläutern die Planungen. (Foto: heb)
Redaktionsleiter

Weitere 1,85 Millionen Euro investiert die Firma Gruschwitz in den Leutkircher Standort nach bereits 15,5 Millionen Euro in den zehn Jahren zuvor. „Das ist ein Batzen Geld“ sagt Ditmar Schultschik, in der Geschäftsführung unter anderem für Finanzen und Personal verantwortlich. Noch in diesem Jahr soll der neue Aufbau auf einem vorhandenen Kellergeschoss in der Verlängerung des architektonisch so prägnanten Logistikzentrums an der Memminger Straße fertiggestellt sein.

„Wir liegen im Plan, und das ist schön“, erläutert Schultschik den Geschäftsverlauf im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“, an dem auch sein für die Technik und alle Investitionen zuständiger Vorstandskollege Klaus Gudat teilnimmt. Juan Serrano-Mansfeld organisiert den Vertrieb und den Einkauf. Mit der Hoffnung auf ein Umsatzwachstum in Höhe von zehn Prozent war Gruschwitz in das Jahr gestartet. Die jetzt begonnenen Bauarbeiten werden dieses Ziel nicht gefährden. „Alle Arbeiten finden parallel zum vollen Betrieb statt“, sagt Gudat, der wie Schultschik darauf hinweist, dass es dem Unternehmen wieder gelungen sei, weitgehend Betriebe aus der Region für diese Modernisierung zu gewinnen.

Das bisherige Obergeschoss auf dem Gebäude im direkten Anschluss an das Logistikzentrum ist in den vergangenen Wochen abgerissen worden. Diese rund 50 Jahre alte Halle entsprach zuletzt nicht mehr den energetischen Ansprüchen eines Unternehmens, das mit hochwertigen Zwirnen und Garnen in einigen Spezialsegmenten zur Weltspitze zählt.

Über dem Untergeschoss, in das Teile von Produktionsflächen verlagert worden sind, sollen hinter neuen Wänden die Endkontrolle und die Packerei Platz finden, dazu auch Teile der Schlosserei und der Elektro-Werkstatt. Mehr Licht, mehr Fläche stünden in diesem intern als „Saal 10“ bezeichneten Werksteil zur Verfügung. Auch die Lüftung erreiche eine ganz andere Qualität. Die Geschäftsführer gehen davon aus, pro Jahr bis zu 100 Tonnen CO2-Ausstoß einsparen zu können. Die „alte Halle mit einer Hülle aus Trapezblech war nicht mehr zeitgemäß“, sagt Gudat.

Die Fassade wird nach dem Umbau die Optik des Logistikzentrums und jenen stilisierten, roten Faden aufnehmen, der – Gudat spricht von einem wichtigen Detail – die Firsthöhen der Nachbarschaft markiert. Als die frühere Leutkircher Firma Textil Zorn, die 1998 von Gruschwitz übernommen wurde, an diesem Standort mit der Produktion begann, befand sich der Betrieb auf der grünen Wiese. Jetzt stellt Gruschwitz mit seinen rund 150 Mitarbeitern mitten im Wohngebiet sein hochwertiges Sortiment her. „Wir haben deshalb im Vorfeld dieser Baumaßnahme die Anlieger frühzeitig informiert“, betont Gudat. Gebaut werden soll deshalb auch nur an Werktagen.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen