Großes Lob für den Feuerwehrchef

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Michael Klotz wurde vom Gemeinderat und Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle als Kommandant der Leutkircher Feuerwehr bestätigt.
Michael Klotz wurde vom Gemeinderat und Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle als Kommandant der Leutkircher Feuerwehr bestätigt. (Foto: heb)
Herbert Beck
Redakteur

Einstimmig hat der Leutkircher Gemeinderat am Montag Michael Klotz neuerlich als Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Leutkirch bestätigt. Ende April war Klotz bereits aus den eigenen Reihen bei der Hauptversammlung in Gebrazhofen mit 229 von 234 Stimmen für seine vierte Amtszeit berufen worden. Die Gemeinderäte spendeten Klotz nach der formellen Übergabe der Urkunde zu seiner Berufung viel Beifall.

Michael Klotz und die Leutkircher Gesamtfeuerwehr sind seit Jahren ein vertrautes Bild. „Ich bin sehr froh, dass er sich wieder für dieses anspruchsvolle Ehrenamt zur Verfügung gestellt hat“, betonte am Dienstag im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle. Als stellvertretender Kommandant der Feuerwehren auf Kreisebene leiste Klotz ein beeindruckendes Pensum ab.

Deshalb bedankte sich Henle vor dem Gremium dafür, dass die Kreissparkasse als Arbeitgeber Michael Klotz freistelle, wenn ein Alarmruf eingehe. „Das trifft allerdings auch auf alle anderen Betriebe zu, die nur mit diesen Zusagen einen verlässlichen Feuerwehrdienst in der Stadt und in den Ortschaften garantieren“, sagte Henle. „Man muss die Bereitschaft haben, so ein Engagement zu tolerieren.“ Zu tolerieren, dass die Arbeit vorübergehend liegenbleibt, weil ein Feuer gelöscht oder nach einem Unfall die Feuerwehr zur Bergung gerufen wird. Auf die Stadtverwaltung trifft das freilich auch zu, in Martin Waizenegger muss Klotz’ Stellvertreter als Leiter des Hochbauamtes ebenfalls ständig damit rechnen, dass ein Notruf eingeht.

Im Schnitt ist die Leutkircher Wehr oder eine ihrer Abteilungen aus den Ortschaften an jedem zweiten Tag gefragt, „der Kommandant ist dann immer auch mit im Spiel“, lobt Henle. „Die Belastungen sind groß“, sagt Henle, sowohl im körperlichen als auch im psychologischen Bereich. Insbesondere nach schweren Unfällen kehren auch routinierte Feuerwehrkräfte nicht so einfach zur Tagesordnung zurück.

Als größten Einsatz in diesem Jahr mussten die Leutkircher Wehren, und auch Michael Klotz war am 1. Mai stundenlang vor Ort, einen Großbrand in Reichenhofen-Vorderstriemen bewältigen, der mit der Brandnachschau zwei Tage lang Kräfte bündelte. Doch die Feuerwehr, das zeigt das Portal der Leutkircher Abteilung im Internet, hat auch ganz andere Aufgaben zu bewältigen.

Jüngste Einsätze etwa bestanden darin, am 18. Juni vier Menschen zu befreien, die im Aufzug am Leutkircher Bahnhof eingeschlossen waren – kurz vor acht Uhr. Die Beseitigung eines Wespennetzes band am 22. Juni Kräfte. Kurz nach Mitternacht musste die Feuerwehr am 23. Juni zu einem Unfall auf der A 96 ausrücken. Einmal war die Feuerwehr auch in eigenen Räumen gefragt. Nach einem Wasserschaden mussten Anfang Mai Uniformen, Stiefel, Spinde und Halle geputzt werden.

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