Grandiose „Chives Sisters“ bei ihrem Comeback

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Die „Chives“ begeisterten. Ein schöner Abend beim Comeback.
Die „Chives“ begeisterten. Ein schöner Abend beim Comeback. (Foto: Weber)
Bernd Guido Weber

Sie sind besser denn je. Die „Chives-Sisters“ Corinne Choi-Schutz, Jessica Buhmann, und Stefanie Bühler haben bei ihrem Comeback begeistert. Tolle Songs, ausgefeilte dreistimmige Arrangements, kecker Hüftschwung und schönes Schubidu. Der Hof der Härle-Brauerei ist so gut gefüllt wie bislang bei keinem Open-Air vor der Bierrampe. Ein schöner, warmer Sommerabend mit Gefühl und bestem Sound.

Die drei Leutkircherinnen haben ein Jahr pausiert, Schwangerschaft und Krankheit eines Kindes. Das ist im Uniklinikum Essen behandelt worden, die Eltern haben fünf Wochen lang im Hundertwasser-Haus der McDonald-Stiftung gewohnt. Dorthin geht auch der Erlös dieser Benefiz-Veranstaltung. Jeder Cent.

„Bei mir bist du schön“ ist einer der ersten Ohrwürmer, auch das Motto des Abends. Die drei Schnittlauch-Schwestern (so die Übersetzung des Namens) im Hosen-Outfit der 40er-Jahre, mit Pfauenfeder im Haar. Später werfen sie sich in Glitzerfummel. An ihrer Seite agiert eine professionelle Band; Jojo Schick an der Gitarre, Sebastian Kühn am großen Bass und am Akkordeon, Matthias Jakob an den Drums. Am Mischpult steht Andi Schutz, der alles organisiert, transportiert, aufgebaut hat. Alle natürlich ohne Gage für den guten Zweck. Auch Gottfried Härle hat das Areal kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Rah rah ah-ah-ah! Ro mah ro-mah-mah“. „Bad Romance“ von Lady Gaga kommt bestechend, „Fettnäpfchen“ von Anett Louisan witzig. Einen der schönsten Songs des Abends hat ZAZ geschrieben, die sensible Sängerin aus unserem Nachbarland. „Je veux de l'amour, de la joie, de la bonne humeur“. Und bei „I will survive“ werden die drei zu Dramaqueens.

„Big Spender“ ist der Dank an alle zahlenden Besucher, „Heart of glass“ erklingt als Jingle-Version. Eigene Songs sind auch dabei. Liebe, ohne sich verstellen zu müssen. „Wicked World“ – die Welt ist verrückt, selbst Märchenfiguren drehen durch. Der geisterhafte Klang des Theremin, „hei ho hoooo, the bones out from hell“. Da stimmt auch das Publikum düster mit ein.

„Stand by me“ erklingt als Zugabe. Perfekt arrangiert. Mit viel Gefühl. Warmherzig.

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