„Gesundheitsmanagement im Handwerk trägt Früchte“

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 Großes Interesse bei den Handwerkern fand die Führung durch den neu eröffneten Park Allgäu des Ferienkonzerns Center Parcs.
Großes Interesse bei den Handwerkern fand die Führung durch den neu eröffneten Park Allgäu des Ferienkonzerns Center Parcs. (Foto: Fotos: Sabine Centner)
Sabine Centner

Gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter sind eine wichtige Ressource für jeden Betrieb und ein bedeutsamer Wertschöpfungsfaktor für die Zukunft – das hat man auch im Handwerk längst erkannt. Zum fünften Mal haben darum Handwerkskammer Ulm und Kreishandwerkerschaft Ravensburg, die Deutsche Rentenversicherung und die IKK classic sowie die Rehaklinik Überruh zum Handwerkertag unter dem Motto „Gesundheit im Handwerk“ eingeladen.

Im neuen Ferienpark Allgäu des Tourismuskonzerns Center Parcs informierten am Donnerstagabend Versicherungsvertreter und Ärzte über Präventions- und Rehamaßnahmen und ein modernes betriebliches Gesundheitsförderungskonzept. Mit dem Andrang hatten die Veranstalter nicht gerechnet, wie Thomas Bösch, Chefarzt der Rehaklinik Überruh bei Isny, in seiner Begrüßung einräumte. 280 Anmeldungen für den Handwerkertag seien eingegangen, doch da selbst der größte Raum im Businessbereich des Parks maximal 160 Plätze bietet, mussten viele Absagen verschickt werden. Die Teilnehmer, Firmenchefs und Mitarbeiter aus insgesamt 23 Innungen, nutzten zunächst die Gelegenheit, beim Rundgang durch das Hauptgebäude und die Badelandschaft einen ersten Einblick in das Herzstück der Anlage im Urlauer Tann zu bekommen.

Beim Handwerk weiß man: „Gute Arbeit kostet Geld, schlechte ein Vermögen“, begründete Bösch die Veranstaltung zur Gesundheitsvorsorge, an der auch Petra Krebs, Sprecherin für Gesundheits-, Senioren- und Pflegepolitik und Landtagsabgeordnete der Grünen für den Wahlkreis Wangen, teilnahm. Franz Moosherr, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, sieht bereits erste Erfolge der partnerschaftlichen Anstrengungen von Versicherungsträgern, Medizin und den Betrieben: „Das Gesundheitsmanagement trägt Früchte“, stellte er fest.

Passgenaue Trainingsangebote

Welche Präventionsangebote sie anbieten, um Chefs und Mitarbeiter von Handwerksbetrieben gesund und leistungsfähig zu erhalten, darüber informierten die beiden Versicherungsvertreter. Sie machten darauf aufmerksam, dass seit 2017 auch Selbstständige an den Programmen teilnehmen können, wenn ihre Beitragsvoraussetzungen erfüllt sind. Als „größte Baustellen“ in Sachen Gesunderhaltung bezeichneten sie die Faktoren Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung. Betriebliches Gesundheitsmanagement könne passgenaue Pläne und Trainingsangebote zu diesen Problembereichen liefern – vor Ort, direkt im Betrieb.

Dass ein modernes betriebliches Gesundheitsförderungskonzept zu mehr Energie und Lebensfreude führt, davon ist Johannes Weingart seit langem überzeugt. Der Facharzt für Innere Medizin, Sportmedizin und Kardiologie hat nicht nur das nach seinen Worten „erste videobasierte Gesundheitssystem Deutschlands“ fürs Smartphone oder Tablet entwickelt. Er lieferte, fast 70 Jahre alt, mit einem energiegeladenen und humorvollen Vortrag selbst den Beweis für den Erfolg einer gesundheitsbewussten Lebensweise. Bewegung, kluge Ernährung, aber auch die Pflege des persönlichen Wertesystems nennt er als wichtige Faktoren.

„Immer geht es um Energiemanagement“, so „Doc Weingarts“ Credo. Dass es ausgerechnet der Dünndarm ist, der die „Bausteine für genügend Lebensenergie“ liefert, das hat so manchen Zuhörer denn doch überrascht. Entsprechend wichtig sei, so der Mediziner, dass dieses durchschnittlich vier Meter lange Organ mehr Aufmerksamkeit erfährt, damit es „perfekt funktioniert“

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