Gemeinsame Wanderung auf dem Glasmacherweg

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 Bei einer Wanderung wurden die geologische Entstehung des Eschachtales und die Besiedlungsgeschichte erläutert.
Bei einer Wanderung wurden die geologische Entstehung des Eschachtales und die Besiedlungsgeschichte erläutert. (Foto: Gredler)
Schwäbische Zeitung

Die Heimatpflege Leutkirch und der Umweltkreis haben zu einer Wanderung auf dem Glasmacherweg eingeladen. Es ging entlang des wilden Eschachtales von Schmidsfelden bis Eisenbach. Peter Feuerstein von der Heimatpflege erläuterte neben der geologischen Entstehung des Eschachtales die Besiedlungsgeschichte des Tales, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Entstehung begann laut Mitteilung um 1606, als die Reichsstadt Ulm nach einem Stadtbrand vom Kloster Isny zwei Holzgebiete zur Abholzung und Rodung abkaufte. Das darunterliegende Tal heißt seither Ulmerthal, der Holzlagerplatz Blockwiesen. Transportiert wurden die Holzstämme über Eschach, Iller und Donau. Nach dem Dreißigjährigen Krieg siedelten die Gebietsherrschaften Glasmacher an. Der Betrieb von Glashütten mit ihrem hohen Bedarf an Holz zur Gewinnung von Heizenergie und Pottasche eignete sich besonders zur Rodung und Kultivierung des Landes.

Die erste Glashütte am Weg entstand laut Mitteilung im Jahre 1678 in Krummen, wo heute noch ein Hofgut mit einer historischen Kapelle steht. Das nötige Quarzgestein kam aus der Eschach. Bis in die 1890er Jahre waren Glashütten in Schmiedsfelden und Eisenbach in Betrieb. In Eisenbach angekommen erklärte Franz Renner vom Haus Tanne im historischen Saal des ehemaligen Herrenhauses die wechselvolle Geschichte des Ortes.

Im kommenden Jahr soll noch der letzte Teil des Glasmacherweges von Kreuzthal bis Wengen erwandert werden.

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