Gastmahl, Tischreden und Wiegetanz

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 Mit einem meditativen Tanz ging der Gottesdienst in der Leutkircher Dreifaltigkeitskirche am Weltgebetstag zu Ende.
Mit einem meditativen Tanz ging der Gottesdienst in der Leutkircher Dreifaltigkeitskirche am Weltgebetstag zu Ende. (Foto: Barbara Waldvogel)

Ein meditativer Wiegetanz, angeleitet von Annemarie Bahr, setzte am Freitagabend den einfühlsamen Schlussakkord beim festlichen ökumenischen Gottesdienst zum Weltgebetstag in der Dreifaltigkeitskirche. Mehr als 100 Frauen, aber auch einige Männer hatten sich dort trotz allerlei fastnächtlicher Alternativangebote eingefunden und an den bunt geschmückten Tischen Platz genommen.

Nach der Begrüßung durch Pfarrerin Ulrike Rose wurde der Gottesdienst gefeiert, den slowenische Frauen liturgisch vorbereitet hatten. „Kommt, alles ist bereit“ mit dieser Losung wurde in diesem Jahr rund um den Globus zum gemeinsamen Gottesdienst eingeladen. Als Bibeltext wählten die Sloweninnen das Gleichnis vom Festmahl aus dem Lukas-Evangelium, bei dem die Eingeladenen sich alle entschuldigen und der erzürnte Gastgeber schließlich die Leute von der Straße holt.

Das Vorbereitungsteam in Leutkirch, mit Mitgliedern aus der evangelischen, katholischen und methodistischen Gemeinde, hatte passend für die Tischgemeinschaft in Erinnerung an das Abendmahl Jesu Brot und Trauben bereitgestellt. Dazu gab es nach dem Vorbild von Martin Luther drei Tischreden von Adelheid Rauch-Mangold, Antje Mayer und Simone Greiffenegger über den Lukas-Text mit aktuellen Bezügen. Nach jeder Rede wurde eine Frage gestellt, die dann für Gesprächsstoff sorgte. So zum Beispiel: Wer fehlt heute Abend? Und da gab es schon die Erkenntnis, dass man für das Treffen in der Dreifaltigkeitskirche nicht gerade die Gäste von den „Wegen und Zäunen“ geholt hatte wie der biblische Gastgeber. Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst von einem Projektchor unter Leitung von Christine King. Die Kollekte für mehr als 100 Projekte weltweit, mit denen Frauen und Kinder unterstützt werden, ergab 587 Euro. Bei vielen anregenden Gesprächen klang der eindrucksvoll gestaltete Abend aus.

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