„Future World“ in der Marktstraße

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Karl-Heinz Schweigert

Zunehmend reger Verkehr am Samstagmorgen in der Marktstraße und keine ratternden Motoren und Abgase? Wie ist das möglich? Die Antwort ist einfach: Die zahlreichen Besucher aller Generationen haben sich auf der zentralen Meile der Stadt (gesperrt für den „normalen Verkehr“) vorwiegend zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Pedelec bewegt, um am Leutkircher Mobilitätstag mit seinem attraktiven Programm und zahlreichen Angeboten teilzuhaben.

Diverse Infostände und Ausstellungen von E-Fahrzeugen zogen die Besucher magisch an, wie der ACE Fahr- und Unfallsimulator zum Thema Sicherheit. Darin konnte man das Aussteigen aus einem kopfüber liegenden Auto lernen. Für treffliche Unterhaltung sorgten am Gänsbühl die Auftritte von Nadja’s Tanz und Fitnesswelt, der Diepoldshofener Einradwürmer, Bliems Bunte Bühne und Musik mit „Franz & Friends“. Auf die jungen Gäste warteten zudem ein Bobby-Car-Wettbewerb, ein Basteltisch und eine Hüpfburg.

Wave-Teilnehmer sind zu Gast

Ein Höhepunkt des Tages war der Zwischenstopp der internationalen E-Mobilitäts-Rallye „Wave 2018“ mit 25 Teilnehmern, die in Wangen gestartet eine Tour durch ganz Österreich zu dem Ziel Werfenwang bei Salzburg fahren wird.

Der Energieexperte und Journalist Julian Aicher moderierte die faszinierend leise und vielbeklatschte Einfahrt der unterschiedlichsten Mobile, von E-Autos aller Klassen bis hin zu E-Motorrädern und –rollern. Bei allen Fahrern war die Begeisterung und Zufriedenheit mit ihren Fahrzeugen deutlich anzusehen, was sicher und im Sinn des Mobilitätstages nicht ohne Wirkung bei den Besuchern blieb.

In seinem Grußwort galt der Dank von Oberbürgermeister Hans-Jörg Henle für die umfangreiche Vorbereitung und Organisation dem Geschäftsführer des Energiebündnisses, Berthold König, und seinem Team. Insbesondere beim Thema Verkehr sind in der Kommunalpolitik „Lust und Last eng beieinander“, so die Erkenntnis des Stadtoberhauptes. Zunehmender Individual- und Güterverkehr mit entsprechenden Staus sorgen für Belastungen in den Städten, denen schwer zu begegnen ist.

„So kann das nicht weitergehen“ forderte Henle, der „auch dicke Bretter bohrend“ auf alternative Antriebe setzt, den Ausbau von Radwegen und des öffentlichen Personennahverkehrs sowie „auf das Ändern des Verhaltens bei den Verkehrsteilnehmern.“ So würden viele von ihnen immer noch bei Strecken bis drei Kilometer den Pkw nutzen. Dass Umdenken und -handeln hierbei nicht nur die Umwelt schont, sondern auch noch Spaß macht, wurde beim Mobilitätstag mehr als deutlich.

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