Flächennutzungsplan 2030 geht in die letzte Auslegungsrunde

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 Gemeinsame Sitzung der Gemeinderäte aus Leutkirch, Aichstetten und Aitrach.
Gemeinsame Sitzung der Gemeinderäte aus Leutkirch, Aichstetten und Aitrach. (Foto: Steffen Lang)
Stellv. Redaktionsleiter/Redakteur Bad Wurzach

Mehr als neun Jahre Arbeit stehen vor ihrem Abschluss. Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans 2030 für Leutkirch, Aichstetten und Aitrach soll noch vor der Sommerpause endgültig beschlossen sein.

Am Montagabend tagten die Leutkirch die Gemeinderäte der drei Kommunen, die sich zur Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft (VVG) zusammengeschlossen haben. Sie empfahlen dem anschließend tagenden Gemeinsamen Ausschuss den überarbeiteten Entwurf anzunehmen. Das tat das Gremium dann auch einstimmig.

Nun muss der FNP nochmals mit seinen Änderungen ausgelegt werden, dann zum dritten Mal im Laufe des Verfahrens. „Wir rechnen nun nicht mehr mit gravierenden Einsprüchen“, so der Leutkircher Sprecher Thomas Stupka. Damit könnte der FNP, der bis 2030 gelten wird, „noch vor der Sommerpause“ endgültig beschlossen werden.Am 11. November 2009 hatte die VVG die Fortschreibung mit einem sogenannten Aufstellungsbeschluss in die Wege geleitet. Eine informelle frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden sowie zwei förmliche Auslegungen folgten im Laufe der Jahre. In einem FNP legt die planende Kommune ihre städtebauliche Entwicklung fest. „Man könnte sagen, es ist eine Art Ideensammlung“, erläutert Stupka. Der Plan ist allerdings dahingehend bindend, dass neue Bau- und Gewerbegebiete in der Regel tatsächlich später nur dort entstehen dürfen, wo sie im FNP hinterlegt sind.

Grundsätzliche Einwendungen gegen den jüngsten Entwurf des FNP für die drei Kommunen habe es nicht mehr gegeben, berichtet Stupka. Aufgrund eines nötig gewordenen tiefergehenden Umweltberichts habe man bei einigen Flächen die Zuschnitte ändern müssen oder Flächen durch andere ersetzen. Dies betrifft in Leutkirch zum Beispiel Baugebiete in Diepoldshofen und Reichenhofen. In Aichstetten wurde das Gewerbegebiet Lauerbühl III gestrichen. Dafür wurde eine Alternativfläche im nordöstlichen Anschluss wieder für Gewerbeansiedlung vorgesehen.

Wenn im Frühsommer die Fortschreibung des FNP bis 2030 unter Dach und Fach ist, bleibt den Planer in den Kommunen wohl nur wenig Zeit zum Durchschnaufen. Dann werden sie sich an die Fortschreibung für den darauf folgenden Zehn-Jahres-Zeitraum machen müssen.

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