Feuerwehr Winterstetten: Aufwärtstrend setzt sich fort

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 Abteilungskommandant Willi Münz (links vorne) Ortsvorsteher Stefan Michaelis (rechts) und der stellvertretende Kommandant von L
Abteilungskommandant Willi Münz (links vorne) Ortsvorsteher Stefan Michaelis (rechts) und der stellvertretende Kommandant von Leutkirch Martin Waizenegger (Zweiter von rechts) präsentieren Geehrte und Neuankömmlinge bei der Feuerwehr Winterstetten. (Foto: Feuerwehr Winterstetten)
Schwäbische Zeitung

„Wir sind inzwischen eine coole Truppe geworden“, so die Worte des Winterstettener Ortsvorstehers Stefan Michaelis, der kurz nach der Eröffnung der Hauptversammlung das Wort ergriffen hatte. „Die Wende um fast 180 Grad ist gelungen.“ Mit seinem Engagement und seiner Hingabe in die Feuerwehr habe Abteilungskommandant Willi Münz innerhalb von zwei Jahren das Ruder herumgerissen und die Mannschaft zu neuen Taten motivieren könne, heißt es weiter in einer Pressemitteilung der Feuerwehren des Landkreises Ravensburg.

Im Frühjahr 2018 habe die Abteilungsfeuerwehr Winterstetten kurz vor dem Aus gestanden. Laut Mitteilung gab der damalige Abteilungskommandant sein Amt auf, die „Alten Hasen“ zogen sich mehr und mehr zurück. Zudem sei kein Nachwuchs in Sicht, das Gerätehaus in schlechtem Zustand und die Mannschaft demotiviert gewesen. Inzwischen seien dank größeren Werbeaktionen acht Neuzugänge zu verzeichnen, die sich engagiert einbrächten.

Weitere Anwärter werden vorbereitet

In der Jugendgruppe von Friesenhofen würden weitere Anwärter aus Winterstetten auf die Feuerwehr vorbereitet. Das Gerätehaus habe neue Tore erhalten, das Florianstübchen eine Verjüngungskur mit neuem Anstrich bekommen und die Küche werde aktuell modernisiert. Man habe auch einen Tischtennisclub gegründet, in dem wöchentlich mindestens zwei Stunden trainiert werde.

Ortsvorsteher Stefan Michaelis habe sich bei Willi Münz, der am Vorabend seinen 60. Geburtstag begangen hatte, für diese Verwandlung der Feuerwehr Winterstetten mit einem Geschenk der Ortsverwaltung für ihn und seine Gattin bedankt. Die Mannschaft habe ihrem Kommandanten einen neuen Satz Tischtennisschläger überreicht. „Jetzt müssen sie sich warm anziehen beim Training“, sagte Münz.

Die Jahresberichte vom Kommandanten und Schriftführer waren laut Mitteilung verhältnismäßig kurz, zwölf Übungsdienste waren über das Jahr verteilt. Die große Herbstübung mit den Abteilungen Friesenhofen, Urlau und Leutkirch im Center Parks sei das spannendste Ereignis gewesen, bei dem die Kameraden aus Winterstetten mitwirkten. Einsätze habe es nur zwei gegeben, eine Personensuche und das regelmäßig auftretende Hochwasser im Tobelbach, das dieses Jahr die Feuerwehr zwei Tage lang beschäftigte. Hier möchte Willi Münz nochmals auf die Ortschaft und die Stadt Leutkirch zugehen, ob sich dieser Zustand nicht durch eine bauliche Maßnahme für die Zukunft entschärfen oder sogar beseitigen lasse.

Dank gilt auch den Partnerinnen

Der Abteilungskommandant habe den Feuerwehrkameraden für ihren Einsatz und ihr Engagement und ausdrücklich auch deren Partnerinnen gedankt, die ebenfalls anwesend waren. „Sie sind die, die es aushalten müssen, wenn der Freund oder Ehemann im Alarmfall mitten in der Nacht los muss. Das ist anders als ein Schützenverein, bei dem man seine Aktivitäten planen kann.“ Es sei auch eine schöne Geste, dass beim Hochwassereinsatz die Frauen für entsprechende Verpflegung sorgten und sich somit ebenfalls aktiv in die Kameradschaft einbrachten.

Befördert wurden an diesem Abend Jürgen Frank, Patrick Glas, Michael Herter, Hannes Mendler, Marc-Oliver Möller, René Ruber und Marcel Smeets. Sie alle wurden in den Rang des Feuerwehrmannes erhoben und erhielten damit ihren ersten Stern an der Schulterklappe der Uniform.

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